Everswinkler wegen mehrerer Delikte vor Gericht
28-Jähriger muss für drei Jahre hinter Gitter

Everswinkel/Warendorf -

Ein 28-jähriger Mann aus Everswinkel ist wegen verschiedener Delikte zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden.

Freitag, 13.03.2020, 12:29 Uhr aktualisiert: 13.03.2020, 17:16 Uhr
Everswinkler wegen mehrerer Delikte vor Gericht: 28-Jähriger muss für drei Jahre hinter Gitter
Foto: picture alliance/dpa

Zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren ist am Donnerstag ein 28-jähriger Mann aus Everswinkel verurteilt worden. Angeklagt worden war er wegen mehrerer Delikte.

Gleich zu Beginn hatte sein Verteidiger ein Geständnis in Aussicht gestellt – im Gegenzug für eine Reduzierung des Strafmaßes. So wurde dem seit Oktober in U-Haft sitzenden Angeklagten vorgeworfen, im Juni und Juli 2019 mehrfach mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge gehandelt zu haben.

Bei vier erfolgreichen Übergaben sollen zwischen mehreren Hundert Gramm und einem Kilogramm Marihuana den Besitzer gewechselt haben. Eine fünfte Übergabe scheiterte aufgrund des Eingreifens der Polizei. Die Anklage bezifferte den illegalen Handel zunächst auf 15 000 Euro.

Über die Weihnachtsfeiertage 2017 brach der nun Verurteilte mit einem bisher unbekannten Komplizen in eine Wohnung in Warendorf ein. Dabei wurden unter anderem Bargeld, Schmuck und Uhren im Gesamtwert von circa 10 000 Euro entwendet. Wie der in besagter Wohnung lebende Zeuge eindrücklich schilderte, sei „alles auseinander genommen“ worden. Die Familie war während der Tat nicht zuhause, sondern über die Feiertage zu Verwandten gefahren. Die Tat belaste die Beteiligten noch heute.

Am Donnerstagnachmittag gab der Angeklagte nun den Namen seines Komplizen preis. Dritter Anklagepunkt war der illegale Besitz von rund 69 Gramm Haschisch, das Beamte im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung im Juli 2018 sichergestellt hatten. Dies habe er jedoch nur für eine andere Person aufbewahrt, so der Everswinkler.

Er habe sich durch den Drogenhandel seine eigene Sucht finanziert. Mittlerweile sei er clean. Nun wolle er legal und straffrei leben.

Die Untersuchungshaft habe seinen Mandanten beeindruckt, betonte der Verteidiger. Er bat um ein mildes Urteil und Haftaussetzung unter Auflagen.

Zuvor hatte der Staatsanwalt dem Angeklagten bescheinigt, sich in einem „schillernden Milieu“ zu bewegen, weshalb er die Kaution bei offenem Vollzug auf 15 000 Euro taxierte. Doch dazu kam es nicht. Bereits im April 2019, so blickte die Vorsitzende Richterin abschließend zurück, hätten sich die Beteiligten zur Eröffnung eines Strafverfahrens vor Gericht gesehen. Um so „bemerkenswerter“ sei der Umstand, dass der Angeklagte dessen ungeachtet im Juni und Juli mit Drogen dealte. Er habe „in Kenntnis eines laufenden Strafverfahrens“ weitere Straftaten begangen. Der Haftbefehl wurde aufrecht erhalten, die Gesamtfreiheitsstrafe beträgt drei Jahre. Zudem urteilte das Gericht, dass insgesamt 23 750 Euro – resultierend aus dem Wohnungseinbruch und dem Drogenhandel – vom Angeklagten eingezogen werden müssen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7324463?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F128%2F
Nachrichten-Ticker