Schützenverein Alverskirchen
Meisen erhalten ein neues Zuhause

Alverskirchen -

Im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner setzt der Schützenverein Alverskirchen auf die Hilfe von Meisen. Darum wurden 15 Nistkästen am Schützenplatz installiert.

Freitag, 13.03.2020, 11:27 Uhr aktualisiert: 13.03.2020, 17:16 Uhr
Der Schützenverein Alverskirchen hat 15 Nistkästen aufgehängt und hofft, dass damit dem Eichenprozessionsspinner auf natürliche Weise das Leben schwer gemacht wird.
Der Schützenverein Alverskirchen hat 15 Nistkästen aufgehängt und hofft, dass damit dem Eichenprozessionsspinner auf natürliche Weise das Leben schwer gemacht wird. Foto: Schützenverein Alverskirchen

Jahr für Jahr hängt der Schützenverein Alverskirchen von 1840 mehrere Vogelkästen am Schützenplatz im Breiten Busch auf. Nur um deren „Bewohnern“ dann im Anschluss – manchmal recht schnell, manchmal mit viel Ausdauer – mit gezielten Schüssen ein gefeiertes Ende zu bereiten. Natürlich handelt es sich dabei um die hölzernen Federviecher am jährlichen Schützenfestsonntag, die von den Vogelbauern im Vorfeld mit viel Liebe zum Detail gebaut und bemalt wurden.

Im vergangenen Jahr mussten die Verantwortlichen des Vereins am Schützenplatz einigen Aufwand betreiben, damit das Fest der Feste nicht durch die Hinterlassenschaften des Eichenprozessionsspinners beeinträchtigt wurde. Nester der Raupe wurden fachmännisch entfernt und der Boden mit viel Rindenmulch bedeckt, um ein Aufwirbeln von gegebenenfalls vorhandenen Brennhaaren zu vermeiden. Mit großem Interesse hat der Vorstand die Initiativen von Kreis, Gemeinde und BTA verfolgt, mit dem gezielten Aufhängen von Nistkästen für Meisen die natürlichen Fressfeinde des Eichenprozessionsspinners zu fördern und beschlossen, diese tatkräftig zu unterstützen. Am vergangenen Samstag haben die Vorstandsmitglieder daher 15 Nistkästen rund um und auf den Schützenplatz am Breiten Busch aufgehängt und auch die Patenschaft für die zukünftige Pflege dieser Nistkästen übernommen.

„Es ist uns natürlich bewusst, dass wir den Befall mit dem Eichenprozessionsspinner am Schützenplatz damit nicht vollständig verhindern können. Vielleicht gelingt es aber so, die Situation am Platz etwas zu entschärfen“, so der Vorsitzende des Schützenvereins Mark Hansel zu der mit der Aktion verbundenen Hoffnung des Schützenvorstandes.

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