St. Magnus-Haus schützt Bewohner
Generelles Besuchsverbot

Everswinkel -

Die Vorsorge und Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus haben auch in den vier Altenhilfeeinrichtungen der St. Elisabeth-Stift gGmbH eine neue Eskalationsstufe erreicht.

Mittwoch, 18.03.2020, 07:18 Uhr aktualisiert: 19.03.2020, 15:44 Uhr
Im St.-Magnus-Haus sind zum Schutz der Bewohner vor dem Corona-Virus die Türen geschlossen. Der Informationsaustausch mit den Angehörigen und der Kontakt in sozial-ethisch kritischen Situationen ist aber gewährleistet. Kleines Bild:
Im St.-Magnus-Haus sind zum Schutz der Bewohner vor dem Corona-Virus die Türen geschlossen. Der Informationsaustausch mit den Angehörigen und der Kontakt in sozial-ethisch kritischen Situationen ist aber gewährleistet. Kleines Bild: Foto: Klaus Meyer

Auf Grundlage eines Erlasses des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales gilt ab sofort ein generelles Besuchsverbot, da insbesondere ältere Menschen mit einem geschwächten Immunsystem zu dem besonders gefährdeten Personenkreis gehören.

Eine Ansteckung mit dem Virus kann für alte Menschen mit geringen Abwehrkräften lebensbedrohlich verlaufen, teilt die St. Elisabeth-Stift gGmbH mit. Um das Risiko zu minimieren, ist auch das St. Magnus-Haus Everswinkel bis auf Weiteres für Angehörige und Besucher nicht zugänglich. „Die Angehörigen sind schriftlich informiert worden. Ausnahmen gelten in medizinischen oder sozial-ethisch kritischen Situationen, wie beispielsweise im Falle einer Sterbebegleitung“, so Markus Giesbers, Koordinator für alle vier Einrichtungen im Pflege- und Betreuungsnetzwerk. Auch Ärzte haben ungehinderten Zugang zum Haus.

Ausnahmen gelten in medizinischen oder sozial-ethisch kritischen Situationen, wie beispielsweise im Falle einer Sterbebegleitung.

Markus Giesbers

Angehörige haben die Möglichkeit, Informationen über das Wohlergehen und Befinden ihres pflegebedürftigen Familienmitglieds zu erhalten. Über den Empfang der Einrichtung werden Anrufe zentral entgegen genommen. Der Rückruf durch einen zuständigen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin aus der Pflege erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, da die Pflege und Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner Vorrang hat. „Bei akuten Veränderungen melden wir uns umgehend bei den Angehörigen, so wie wir es bisher auch getan haben“, versichert Hausleitung Jens Hinkemann. Auch können Sachen für Bewohner über den Empfang abgegeben werden; sie werden dann weitergeleitet.

„Uns ist sehr wohl bewusst, welche einschneidenden Konsequenzen die von uns getroffenen Maßnahmen für unsere Bewohner und die Angehörigen haben“, so Netzwerkkoordinator Giesbers. „Wir appellieren aber an alle, uns darin zu unterstützen, die Bewohner und auch die Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen.“

Ein Ende der Situation ist derzeit nicht absehbar. Mit dem generellen Besuchsstopp sind auch alle großen, wohnbereichsübergreifenden Veranstaltungen im St. Magnus-Haus bis auf Weiteres ausgesetzt. Gottesdienste, die zunächst noch hausintern möglich waren, finden nach einer Mitteilung des Bischofs nun ebenfalls nicht mehr statt. Der Zugang für Gottesdienste soll aber über TV und Internet möglich gemacht werden.

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