Aktion der Achtklässler der Waldorfschule
Hilfe für Meisen

Everswinkel -

Schnell war den Waldorfschülern klar, dass es nicht reicht, nur Nistkästen aufzuhängen, sondern dass die Meisen vor allem durch bessere Lebensbedingungen unterstützt werden müssen

Mittwoch, 18.03.2020, 18:21 Uhr aktualisiert: 19.03.2020, 15:45 Uhr
Die Vorsitzende der örtlichen FDP, Dagmar Brockmann, überreichte jüngst eine Spende für die gebauten Nistkästen an den Werklehrer der Waldorfschule, Jürgen Fritzsch.
Die Vorsitzende der örtlichen FDP, Dagmar Brockmann, überreichte jüngst eine Spende für die gebauten Nistkästen an den Werklehrer der Waldorfschule, Jürgen Fritzsch. Foto: Waldorfschule

Die Schüler und Schülerinnen der 8. Klasse der Freien Waldorfschule Everswinkel haben in den vergangenen Wochen eifrig Meisen-Nistkästen gebaut, um damit einen kleinen Beitrag zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners zu leisten.

Zugeschnitten wurde das naturbelassene Lärchenholz durch den Werklehrer auf der Grundlage eines Bauplanes des NABU . Danach ging es an das Zusammenschrauben der verschiedenen Teile. In die Fronten wurden passende Schlupflöcher gebohrt – 28 Millimeter für die Blau- und 32 Millimeter für die Kohlmeise. Außerdem mussten die Fronten so konstruiert werden, dass die Nistkästen leicht zu reinigen sind (was im Winter geschehen sollte). Für die Dächer wurde wetterfestes Schichtholz verwendet. Der Boden wurde mit einigen Bohrlöchern versehen, damit eventuell eindringende Feuchtigkeit entweichen kann.

50 Nistkästen wurden so gebaut, die meisten hängen inzwischen an oder in der Nähe von Eichen. Die Anregung zu dieser Aktion kam durch die örtliche FDP, die die Aktion finanziell unterstützte. Weitere Unterstützung erfuhr die Schule durch die Firma Holz-Ahmerkamp aus Everswinkel.

Neben dem Bau der Nistkästen beschäftigten sich die Schüler und Schülerinnen auch mit dem Lebenszyklus des Eichenprozessionsspinners und dem Leben der Meisen. Schnell war klar, dass es nicht reicht, nur Nistkästen aufzuhängen, sondern dass die Meisen – und alle heimischen Vögel - vor allem durch bessere Lebensbedingungen unterstützt werden müssen. Dieses lässt sich durch das Anlegen von mehr grüner und bunter Vielfalt in den Gärten, im Ort und in den Bauerschaften erreichen, betonen die Schüler. Heimische Blühsträucher, Blumen und Stauden fördern das Nahrungsangebot der Vögel. Auch auf dem eigenen Schulgelände und im Schulgarten der Waldorfschule helfen die Schüler und Schülerinnen im Fach Gartenbau dabei mit.

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