Alverskirchener Remise am Mitmach-Museum
Wiederaufbau läuft

Everswinkel -

Auf dem hinteren Teil eines Grundstücks an der Everswinkeler Straße in Alverskirchen schlummerte bis vor einem Jahr eine über 60 Jahre alte Wagenremise. Dem Heimatverein wurde sie kostenlos angeboten, wenn er den Ab- und Wiederaufbau selbst managt. Inzwischen läuft der Wiederaufbau des Holzgebäudes auf dem Gelände des Mitmach-Museums.

Donnerstag, 26.03.2020, 08:13 Uhr aktualisiert: 27.03.2020, 09:22 Uhr
Der Wiederaufbau der Börding-Remise aus Alverskirchen läuft auf vollen Touren am Mitmach-Museum. Das Bild zeigt den Heimatvereinsvorsitzenden Josef Beuck sowie Josef Cremann und Bernhard Vornholt (v.l.), die gerade einen der Balken bringen.
Der Wiederaufbau der Börding-Remise aus Alverskirchen läuft auf vollen Touren am Mitmach-Museum. Das Bild zeigt den Heimatvereinsvorsitzenden Josef Beuck sowie Josef Cremann und Bernhard Vornholt (v.l.), die gerade einen der Balken bringen. Foto: Klaus Meyer

Das gab‘s bislang auch noch nicht: Ein Stück Alverskirchen wird derzeit in Everswinkel neu aufgebaut. Vor etwas mehr als einem Jahr erhielt der Bürgerschützen- und Heimatverein ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte: Der Verein könnte die in den 50er-Jahren vom Zimmermeister Börding auf dem Grundstück an der Everswinkeler Straße errichtete Wagenremise kostenlos bekommen, wenn er den Ab- und Wiederaufbau selbst managt. Ein Glückstreffer, denn der Platz am Mitmach-Museum „Up‘n Hoff“ war ohnehin schon zu knapp geworden, und dieses zwölf mal sieben Meter große und aus Eichenhölzern bestehende Bauwerk würde nicht nur optisch gut zum Ensemble passen, sondern auch neue Unterstellmöglichkeiten für alte Maschinen bieten.

Die Remise  wird eins zu eins so wieder aufgebaut, wie sie am alten Standort in Alverskirchen gestanden hat.

Josef Beuck

Jetzt, 14 Monate später, sind nicht nur der Abbau und der Umzug erledigt, sondern der Wiederaufbau der Remise ist im vollen Gange. Ehrenamtlich weitgehend in Eigenregie – soweit möglich – und mit dem handwerklichem Geschick des Orga-Teams vom Museum und mit Unterstützung von Mitgliedern des Heimatverein-Vorstandes sowie des BSHV insgesamt. 15 Kräfte sind federführend involviert.

Bereits im Januar wurden die Erarbeiten mit tatkräftiger Unterstützung einiger Helfer abgeschlossen. Die beinhalteten auch die Abfuhr einer ziemlich großen Aushub-Menge, wie Heimatvereins-Vorsitzender Josef Beuck berichtet. Daran schlossen sich die Befestigung der Baufläche und Fundamentarbeiten an.

Der Wiederaufbau der Alverskirchener Remise war auch dank kostenlos zur Verfügung gestellter Maschinen möglich.

Der Wiederaufbau der Alverskirchener Remise war auch dank kostenlos zur Verfügung gestellter Maschinen möglich. Foto: Heimatverein

Im März nun wurde innerhalb von nur vier Tagen unter fachlicher Leitung von Heinz Brockmann das Grundgerüst inklusive Dachkonstruktion neu aufgebaut. „Alle Ständer und Balken wurden wie bei einem Fachwerk üblich mit Zapfen und Holznägeln verbunden“, erläutert Beuck. Jetzt folgen die Dacheindeckung, die Verbretterung der beiden Giebel und der Rückwand sowie die Pflasterarbeiten. „Die Remise  wird eins zu eins so wieder aufgebaut, wie sie am alten Standort in Alverskirchen gestanden hat“, so Beuck, der sich darüber freut, dass Maschinen wie Bagger, Muldenkipper und Arbeitsbühnen von ortsansässigen Firmen kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Das sonnige, trockene Wetter spielt den Hobby-Handwerkern derzeit in die Hände. Natürlich muss man sehen, was während der Corona-Krise möglich ist, und was nicht. Deshalb haben sich die Verantwortlichen auch noch keinen endgültigen Fertigstellungstermin gesetzt.

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