Geflohene aus Syrien nähen ehrenamtlich Mund-Nasen-Schutzmasken
Beispielhafter Einsatz für die Bürger

Everswinkel -

Syrische Flüchtlinge nähen ehrenamtlich Schutzmasken. Die ersten 100 wurden nun an das Haus St. Vitus übergeben. Nun suchen die fleißigen Näher noch weitere Mitstreiter.

Donnerstag, 30.04.2020, 08:29 Uhr aktualisiert: 30.04.2020, 15:08 Uhr
Die Produktion von Schutzmasken läuft auf vollen Touren bei Nsrin Shekho, der neunjährigen Frdoss Rstom und, Chirhat Rstom, einem Schneider aus Aleppo (v.l.). Die Gemeinde hofft auf weitere Ehrenamtliche.
Die Produktion von Schutzmasken läuft auf vollen Touren bei Nsrin Shekho, der neunjährigen Frdoss Rstom und, Chirhat Rstom, einem Schneider aus Aleppo (v.l.). Die Gemeinde hofft auf weitere Ehrenamtliche. Foto: Gemeinde

Aus eigener Initiative haben syrische Flüchtlinge vor kurzem damit begonnen, ehrenamtlich Schutzmasken aus Baumwollstoff zu nähen: Shekho Najeia , eine Schneiderin aus Damaskus, und der Schneider Chirhat Rstom aus Aleppo mit seiner gesamten Familie. Die ersten 100 dieser Masken haben Bürgermeister Sebastian Seidel und Carmen Günnewig, Integrationsbeauftragte für die Gemeinde Everswinkel, nun an Lothar Berth, den Leiter des Hauses St. Vitus übergeben.

Wir freuen uns besonders, dass wir heute als erstes Masken an die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses St. Vitus abgeben können.

Sebastian Seidel

Bürgermeister Seidel freut sich über diese beispielhafte Initiative. „Das ist ein toller Beitrag, für den wir sehr dankbar sind. Wir freuen uns besonders, dass wir heute als erstes Masken an die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses St. Vitus abgeben können.“ Und er ergänzt: „In einem nächsten Schritt möchten wir die ehrenamtliche Maskenproduktion gerne auf eine noch breitere Basis stellen.“ Gesucht werden darum Menschen, die Lust haben, sich dem Beispiel der syrischen Schneiderfamilien anzuschließen und ebenfalls Schutzmasken zu nähen, teilt die Gemeindeverwaltung in einer Pressemeldung mit.

Die bereits vorhandenen Masken kann man gegen eine Spende von fünf Euro in Everswinkel bei „Spiel- und Schreibwaren Föllen“ (Vitusstraße 4) und im Geschäft „Lebensstil“ (Vitusstraße 20) sowie in Alverskirchen an der Tankstelle Schürkötter & Bleckmann erhalten. Der Erlös geht jeweils zur Hälfte an die Flüchtlings-Initiative Everswinkel sowie an die Initiative „Familien in Not“.

Man muss nicht unbedingt nähen können, um diese Aktion unterstützen zu können. Auch Materialspenden sind sehr begehrt. Wer zu Hause dicht gewebten Baumwollstoff übrig hat oder sogar Gummiband, kann dies zur Verfügung stellen.

Alle Bürger und Bürgerinnen, die Material spenden oder selbst beim Nähen mitmachen möchten, werden gebeten, sich an das Haus der Generationen,  80 04 (ab 14 Uhr) zu wenden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort koordinieren die Initiative.

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