Verbundschule Everswinkel: Schulleiter im Ruhestand
Nachfolger-Suche gestoppt

Everswinkel -

Mit dem Schuljahresende haben sich an der Verbundschule Everswinkel nicht nur die Zehntklässler in Richtung weiterer Karriereplanung verabschiedet, sondern auch der Schulleiter. Für Hubertus Kneilmann ist der Karriereweg beendet und der Ruhestand da. Die Suche nach einem Nachfolger für den Chefsessel gestaltet sich nicht so leicht. Und so wird nun erst einmal eine Interimslösung greifen.

Dienstag, 30.06.2020, 08:20 Uhr aktualisiert: 03.07.2020, 18:42 Uhr
Schulleiter Hubertus Kneilmann (l.) – hier mit seinem Stellvertreter Martin Wachter und Schulsekretärin Hannelore Friedrich – ist mit dem Ende des Schuljahres in den Ruhestand gegangen..
Schulleiter Hubertus Kneilmann (l.) – hier mit seinem Stellvertreter Martin Wachter und Schulsekretärin Hannelore Friedrich – ist mit dem Ende des Schuljahres in den Ruhestand gegangen.. Foto: Klaus Meyer

Er passe zu dieser Schule, er könne viel Erfahrung einbringen, und er werde dort die richtigen Weichen stellen. So lobte Regierungsschulamtsdirektorin Annette Brockötter seinerzeit den neuen Leiter der Verbundschule, Hubertus Kneilmann. Das war im November 2012, und Kneilmann zu dem Zeitpunkt schon über 100 Tage im Amt. Eine Zeit, in der er schon die ersten persönlichen Duftmarken gesetzt hatte. Als „Teamleiter und Motivator“ wolle er vordringlich fünf Ziele erreichen: „Höchste Erfolge bei den Schülern, Sozialkompetenz, kooperatives Lernen, Fördern von Talenten und eine gelebte Vielfalt.“ Beim Blick auf die Entwicklung der Schule – landesweit eine von drei noch existierenden Verbundschulen – kann man feststellen: Hat geklappt. Jetzt ist die Zeit von Hubertus Kneilmann in Everswinkel abgelaufen.

Es ist schlicht der berufliche Ruhestand, der dieses erfolgreiche Kapitel an der Everswinkeler Vorzeigeschule beendet hat. Und wie so viele Veranstaltungen, die die Corona-Pandemie verhindert hat, zählt auch die Verabschiedung des Schulleiters dazu nach dem jüngsten Lockdown. Sie ist laut Bürgermeister Sebastian Seidel aber nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. Ebenso aufgeschoben ist allerdings auch die Suche nach einem Nachfolger.

Ich bin dankbar dafür, dass ich in meinen letzten aktiven Berufsjahren an der Verbundschule Everswinkel an vielen Entscheidungen mitgestalten durfte.

Hubertus Kneilmann

Zwei Mal sei die Stelle bislang ausgeschrieben worden – ohne Erfolg, wie Seidel den Mitgliedern des Hauptausschusses berichtete. Nach Rücksprache mit der Bezirksregierung habe man sich darauf verständigt, die Stelle jetzt zunächst einmal nicht zum dritten Mal auszuschreiben, sondern damit etwa ein bis eineinhalb Jahre zu warten. Damit rückt der stellvertretende Schulleiter Martin Wachter kommissarisch auf den Chefsessel. Unterstützt wird er dabei von Christina Westemeyer als Mitglied der Schulleitung.

In einem offenen Brief hat sich Kneilmann von der Schule und ihrem Umfeld verabschiedet. Sein beruflicher Weg hatte ihn von Gronau über Telgte nach Everswinkel geführt. „Die Schule, das Kollegium, der Schulträger, das Umfeld waren und sind schon etwas Besonderes, und ich habe mich auch gleich wohlgefühlt“, blickt er zurück. Er habe seinerzeit auf einer von seinen Vorgängern geschaffenen Basis von Kontakten und Kooperationspartnern aufbauen können. Gemeinsam sei es gelungen, ein „großes Netzwerk spannen und partnerschaftliche Verbindungen knüpfen zu können, immer zum Wohle der vielen Schüler, um deren Bildungswege und -Chancen zu verbessern“. Das Projekt „fair.bunt.praxis“ habe viele Erfolge beschert.

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