FDP zum umstrittenen Bereich „Am Haus Langen“
Eine verzwickte Situation

Everswinkel -

Um sich einen Überblick über die aktuelle Situation bei der Überplanung von Gewerbeflächen zu verschaffen, haben sich jüngst einige Vertreter des FDP-Ortsverbandes getroffen. „Bei einer Umwandlung von Gewerbeflächen in Wohnflächen haben wir Bauchschmerzen‘“, bekennt Kirsten Heumann.

Dienstag, 21.07.2020, 08:29 Uhr aktualisiert: 21.07.2020, 16:58 Uhr
Die FDP-Mitglieder Wolfgang Effing, Dagmar Brockmann, Kirsten Heumann und Jan Hoyer machten sich ein Bild von der aktuellen Situation auf dem umstrittenen Baustreifen „Am Haus Langen“.
Die FDP-Mitglieder Wolfgang Effing, Dagmar Brockmann, Kirsten Heumann und Jan Hoyer machten sich ein Bild von der aktuellen Situation auf dem umstrittenen Baustreifen „Am Haus Langen“. Foto: FDP

Die Ankündigung einer anstehenden Überplanung von Gewerbeflächen entlang der Straße „Am Haus Langen“ haben in der Bürgerschaft hohe Wellen geschlagen (die WN berichteten). Der Ursprungsplan für die erste Baureihe sieht auf der östlichen Seite ein Gewerbegebiet vor, lässt aber ausschließlich Wohnnutzungen durch Betriebsinhaber und Betriebsleiter zu. „Durch den Verkauf von Grundstücksteilen ist es in den letzten Jahren zu einer nicht rechtmäßigen Nutzung der Häuser in der ersten Baureihe gekommen“, fasst die FDP-Fraktion die Situation zusammen.

Ein ehemaliger Eigentümer habe aus diesem Grund sein Haus vor einiger Zeit zwangsversteigern und Privatinsolvenz anmelden müssen. Da Kaufinteressenten von Gemeinde und Kreis die Aussage bekommen hatten, dass weder eine Wohn- noch eine gewerbliche Nutzung möglich sei, habe das Gebäude nebst Grundstück zu einem vergleichsweise günstigen Kurs seinerzeit den Besitzer gewechselt.

Kurz darauf wurde öffentlich, dass die Gemeinde beabsichtigt, dieses Gebiet so zu überplanen, dass auch eine allgemeine Wohnnutzung möglich werde. Das würde eine enorme Aufwertung der Grundstücke bedeuten, teilweise finanziert durch Gemeindegelder, zeigen die Liberalen auf. Die Mitglieder des FDP-Ortsverbandes seien von mehreren Bürgerinnen und Bürgern sowie Gewerbetreibenden angesprochen worden, sich dieses Themas noch einmal genau anzunehmen.

Um sich einen Überblick über die aktuelle Situation zu verschaffen, haben sich jüngst einige Vertreter des FDP-Ortsverbandes getroffen. „Wir Liberalen fordern schon seit Jahren, dass in puncto Gewerbeflächenausbau etwas getan werden muss“, unterstreicht Dagmar Brockmann. „Gewerbetreibende, die sich in unserer Gemeinde niederlassen wollen, werden abgewiesen, da wir keine Gewerbeflächen anbieten können“, bringt die FDP-Ortsvorsitzende die Lage auf den Punkt, „Bei einer Umwandlung von Gewerbeflächen in Wohnflächen haben wir Bauchschmerzen‘“, bekennt Kirsten Heumann . Sie sieht auch gleich einen möglichen Interessenskonflikt und Komplikationen bei Wohn- und Gewerbenutzung auf so engem Raum.

„Wir benötigen aber auch Wohnraum und können die derzeitigen Bewohner nicht einfach auf die Straße setzen“, zeigt Wolfgang Effing das Dilemma auf. Eine verzwickte Situation.

„Wir werden die Gemeinde auffordern, alle Optionen auf den Tisch zu legen, um hier möglichst schnell Rechtssicherheit zu schaffen“, verspricht Jan Hoyer, der auf der Parallelstraße zu Hause und somit ganz eng am Geschehen ist.

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