Hendrik Sikma will Bürgermeister werden
Der vierte Kandidat

Everswinkel -

Der Chefsessel im Everswinkeler Rathaus erfreut sich einer bis dato beispiellosen Beliebtheit. Nun sind es schon vier Kandidaten, die diesen Platz bei der Kommunalwahl am 13. September für sich erobern möchten.

Donnerstag, 23.07.2020, 07:45 Uhr
Hendrik Sikma strebt die Bürgermeister-Kandidatur an.
Hendrik Sikma strebt die Bürgermeister-Kandidatur an. Foto: privat

Nach Amtsinhaber Sebastian Seidel ( CDU ), SPD-Chef Dr. Wilfried Hamann und Grünen-Vertreter Jürgen Günther will nun Hendrik Sikma mitmischen. Das FDP-Mitglied tritt als Einzelbewerber ohne die Nominierung seiner Partei an. Deshalb muss er jetzt die erforderlichen Unterstützer-Unterschriften sammeln, um überhaupt als Kandidat antreten zu können.

Sikmas Entschluss fiel kurz vor Toreschluss. Am 27. Juli endet nämlich die Bewerbungsfrist. „Ich habe mich kurzfristig entschlossen, noch als parteiunabhängiger Kandidat für das Bürgermeisteramt in Everswinkel zu kandidieren“, erklärt er gegenüber den WN . „Bestimmte negative Entwicklungen in der Kommunalpolitik“ hätten in dazu bewogen. Dabei dürfte die Debatte um den Status des Gewerbestreifens Am Haus Langen und die dortige „illegale Wohnnutzung“ eine Rolle spielen, die Sikma schon öffentlich gebrandmarkt hat.

Ich habe mich kurzfristig entschlossen.

Hendrik Sikma

Sikma will sich einsetzen für die Förderung des lokalen Gewerbes, faire Gewerbesteuereinnahmen und einen umsichtigen Umgang mit den Gemeindefinanzen. „Neue Gewerbe- und Wohngebiete ergeben neue Arbeitsplätze.“ Es gelte, die Attraktivität der Gemeinde zu steigern und die Gastronomie zu fördern, eine „Event-Planung“ für den Magnusplatz zu initiieren sowie das Radwege-Netz zu verstärken. Sikma spricht sich ferner für eine „bezahlbare Energieversorgung“ und ein „sicheres und stabiles Netz mit durchdachter Planung“ ohne eine einseitige Bevorzugung von Windenergie und Solarstrom aus. Zudem gelte es, die Digitalisierung in der Gemeinde voranzutreiben (einfache Erledigung von Gemeindeanträgen per Internet, WLAN-Hotspots an öffentlichen Plätzen).

„Ich benötige noch einige Unterschriften für eine Kandidatur“, sagt er. Die Kommunalwahlordnung sieht eigentlich die dreifache Zahl der Ratsmitglieder (26) als Mindestzahl von Unterstützern vor – das wären 78. Laut Amtsleiter Jörg Rehfeld wurde die Zahl aufgrund der Corona-Krise auf die zweifache Zahl reduziert; somit sind es 52 erforderliche Unterschriften. Die will Sikma am Freitag auf dem Wochenmarkt zusammen bekommen.

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