Bürgermeister-Kandidat Jürgen Günther
Noch zu viele Barrieren

Everswinkel -

Der Bürgermeister-Kandidat der Grünen, Jürgen Günther, war mit den beiden Partei-Ortssprechern Marion Schniggendiller und Markus Thews in der Gemeinde unterwegs. Im Mittelpunkt des Rundgangs stand das Thema Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe in Everswinkel und Alverskirchen. Hinsichtlich der Barrierefreiheit sehen Kandidat und Partei-Vertreter noch einigen Handlungsbedarf.

Freitag, 24.07.2020, 08:05 Uhr
Der Bürgermeister-Kandidat der Grünen, Jürgen Günther, und Grünen-Sprecherin Marion Schniggendiller beim Check der Situation an der Haltestelle Kirche in Alverskirchen.
Der Bürgermeister-Kandidat der Grünen, Jürgen Günther, und Grünen-Sprecherin Marion Schniggendiller beim Check der Situation an der Haltestelle Kirche in Alverskirchen. Foto: Grünen-Ortsverband

„Zusammenhalt und gesellschaftliche Teilhabe“ stehen für die Bündnis-Grünen in Everswinkel und Alverskirchen nach eigenem Bekunden ganz oben auf der Agenda. „Daher ist auch die barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Personennahverkehrs für uns ein wichtiges gesellschaftspolitisches Ziel“, heißt es in einer Pressemeldung der Grünen.

Mit der Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) sei das Thema noch stärker in den Fokus von Öffentlichkeit und Politik gerückt. „Der Nahverkehrsplan sieht vor, für die Nutzer des ÖPNV bis zum 1. Januar 2022 eine vollständige Barrierefreiheit zu erreichen“, machen Ortsverbandssprecherin Marion Schniggendiller und Fraktionssprecher Karl Stelthove deutlich. Bürgermeister-Kandidat Jürgen Günther machte sich gemeinsam mit Schniggendiller und Co-Ortssprecher Markus Thews auf den Weg durch die Gemeinde.

Man habe dabei festgestellt, „dass Everswinkel und Alverskirchen von einer vollständigen Barrierefreiheit noch weit entfernt sind“. Barrieren seien bei der Nutzung von Verkehrsmitteln ein häufiges Problem. „Ob man Bus oder Bahn fahren möchte – der barrierefreie Zugang zu den Verkehrsmitteln sowie deren Nutzbarkeit sollten standardmäßig vorhanden sein. Das betrifft zum Beispiel auch den Ausbau eines Hochbordes“, das etwa an der Bushaltestelle ,Alverskirchen Kirche‘ fehle, zeigte Günther auf.

„Die Verantwortung zur Umsetzung der barrierefreien Ausgestaltung von Bushaltestellen innerorts liegt aufgrund der Baulastträgerschaft für Gehwege gemäß Bundesfernstraßengesetz sowie Straßen- und Wegegesetz des Landes Nordrhein-Westfalen unabhängig von der Einwohnerzahl grundsätzlich bei den Kommunen.“ Günther sei es ein Anliegen, sich dafür einzusetzen, dass Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben – und dazu gehöre auch die Mobilität – ermöglicht werde. „Dies betrifft nicht nur Bussteighöhen, sondern erfordert auch generelle Leitsysteme, die für blinde und sehbehinderte Menschen Standard sein sollten“, so Günther, für den Inklusion nicht nur in Schulen stattfinde, sondern in allen gesellschaftlichen Bereichen.

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