Podiumsdiskussionen zur Bürgermeisterwahl
Talkrunde in Zeiten von Corona

Everswinkel -

Damit interessierte Bürger die vier Kandidaten für das Bürgermeisteramt besser kennenlernen können, soll es vor der Wahl eine Diskussionsrunde mit allen Kandidaten geben. Über das Wie, Wo und Wann ist allerdings noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Sonntag, 16.08.2020, 23:28 Uhr aktualisiert: 19.08.2020, 14:34 Uhr
Die Bürgermeisterkandidaten Everswinkel (im Uhrzeigersinn von oben links): Sebastian Seidel, Dr. Wilfried Hamann, Hendrik Sikma und Jürgen Günther.
Die Bürgermeisterkandidaten Everswinkel (im Uhrzeigersinn von oben links): Sebastian Seidel, Dr. Wilfried Hamann, Hendrik Sikma und Jürgen Günther. Foto: Privat

„Auch in Zeiten von Corona besteht ein Interesse, die Kandidaten für das Bürgermeisteramt kennenzulernen. Hierbei muss vieles beachtet werden, damit niemand unnötig gefährdet wird“, berichtet der Bürgermeister-Kandidat der SPD , Dr. Wilfried Hamann . „Aus einer Gesprächsanfrage von mir beim Vorsitzenden der IGSE wurde eine Einladung zu einer Diskussionsrunde mit allen Kandidaten und den Mitgliedern der Interessenvertretung.“

Diese Runde werde nichtöffentlich geplant und solle in einem ausreichend großen Saal mit genügend Abstand und unter Einhaltung aller Hygieneauflagen stattfinden können. „Schwieriger gestaltet sich eine Anfrage, die an die Bürgermeister-Kandidaten gerichtet wurde. Diese kam vom Gasthof Diepenbrock. Hier gibt es zunächst noch keine konkrete Planung zur Ausführung oder ein vorgelegtes Hygienekonzept“, so Hamann. „Grundsätzlich ist auch diese Veranstaltung begrüßenswert, aber wer sich noch an die Veranstaltung zur Bürgermeisterwahl vor fünf Jahren an gleicher Stelle erinnert, der weiß wie groß damals dort der Andrang war.“

Weil unter den jetzigen Rahmenbedingungen bei weitem nicht die Besucherzahlen wie 2015 Einlass finden könnten, stelle sich natürlich die Frage „nach der Sinnhaftigkeit einer solchen Veranstaltung“, stellt Hamann fest. Er habe deshalb sowohl dem Veranstalter als auch dem amtierenden Bürgermeister vorgeschlagen, diese Runde in die Festhalle zu verlegen, damit möglichst viele Bürger daran teilnehmen können.

„Der Schutz der Teilnehmer steht für mich immer im Vordergrund, denn wir wollen kein zweites Heinsberg werden. Leider möchte der noch amtierende Bürgermeister Seidel keine Initiative ergreifen und sich für eine Verlegung in die Festhalle einsetzen. Vielmehr möchte er zuerst das Hygienekonzept des Veranstalters abwarten“, bedauert Hamann. Nur werde dies wohl nichts an der eingeschränkten Besucherzahl ändern können. Der Ausschank könnte auch in der Festhalle vom Gasthof Diepenbrock durchgeführt werden. Somit würde der Umsatz einer potenziell deutlich höheren Besucherzahl weiterhin dort verbleiben, erklärt der SPD-Vorsitzende die Vorteile seines Vorschlags.

Seit kurzem gebe es nun noch Überlegungen für eine dritte Diskussionsrunde, doch da stünden die Planungen noch ganz am Anfang, „klangen aber schon sehr vielversprechend“. Dort sei sogar eine Übertragung der Kandidatenrunde ins Internet angedacht, wodurch eine Information völlig ohne Risiko möglich würde.

„Wir müssen versuchen, dem berechtigten Wunsch nach Information für unsere Wählerinnen und Wählern auch in Zeiten von Corona gerecht zu werden und gleichzeitig die Sicherheit aller gewährleisten.“ stellt Dr. Wilfried Hamann abschließend fest.

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