Reihe „Kulturwiesen“
Halbzeit: Macher mehr als zufrieden

Everswinkel -

Auch wenn das Wetter gegen Ende der ersten sechs Tage nicht mehr so mitspielte: Der Zuspruch zu den „Kulturwiesen“ gibt ihren Initiatoren Recht.

Montag, 31.08.2020, 17:56 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 18:07 Uhr
René Steinberg
René Steinberg Foto: Team Kulturwiesen / Andreas Hasenkamp

Zur Halbzeit der Open-Air-Reihe sind die Organisatoren eigenen Angaben zufolge „mit dem Verlauf der ersten sechs Tage mehr als zufrieden“. Auch wenn der Zuschauerandrang im Vergleich zu den ersten drei Tagen etwas nachgelassen habe, so seien im Zusammenspiel wieder wundervolle Leistungen auf die Kulturwiesen gezaubert worden. Der niedrigere Zuspruch des letzten Wochenendes war aber auch eindeutig den düsteren Wetterprognosen geschuldet, und so musste tatsächlich am Freitagabend vorzeitig zum Schutz der Gäste die Partie im ersten Viertel unterbrochen werden.

Das Zusammenspiel von Susanne Bergers (sie brillierte unter anderem mit einem Song von Whitney Houston), dem Freiluftgesangsakrobaten Josef Hassing mit leichten Haltungsproblemen am Funkmikrofon und dem „in der letzten Phase der Transferperiode“ neu verpflichtetem Heinrich Schulte Brömmelkamp sei ein sehr gelungener Einstieg in das Wochenende gewesen.

Diesen Steilpass der guten Laune nahm am Samstagabend René Steinberg gekonnt auf. Aus wirklich jeder erdenklichen Lage gelang dem Bühnenprofi ein Treffer nach dem anderen ins Zentrum der Lachmuskulaturen. Der Doppelpass zwischen ihm und seinem Publikum sei das humoristische Highlight des Wochenendes gewesen.

René Steinberg nur ein Programm-Höhepunkt

Das Publikum strahlte zusammen mit dem bekennenden Ruhrgebietsmenschen und dem dazu passenden Mond aus Wanne Eickel um die Wette. Ganz nach dem Geschmack der Veranstalter begründete René Steinberg ein neues Zeitalter: MC – mit Corona.

Dann kam der Sonntag, bei strahlendem Sonnenschein, das Heimspiel des Spielmannszug Alverskirchen. „Endlich mal wieder die rote Jacke an und so spielen wie schon lange nicht mehr.“ So freute sich für alle Spielleute Dirigent Christian Averbeck. Zur Verstärkung der Spendeneinnahmen für den Auftritt, hier war Eintritt frei, hatten die Veranstalter auch hier spontan wieder Heinrich Schulte Brömmelkamp verpflichten können, und über die Höhe der ausschließlich für den Spielmannszug Alverskirchen bestimmten Erlöse wurde ganz dem „Transfergesetzen“ entsprechend Stillschweigen vereinbart. Stillschweigen, das kann der Bauer aus Kattenvenne ja nun gar nicht, und spätestens als er Bürgermeister Sebastian Seidel im Publikum entdeckte, wurde dieser humorvoll mit in sein Programm aufgenommen. Seidel ließ geschickt manche Spitze abprallen und trug somit erfrischend zu vielen Lachern im Publikum bei.

Endlich mal wieder die rote Jacke an und so spielen wie schon lange nicht mehr.

Dirigent Christian Averbeck

Am Rand des Geschehens präsentierte sich Münsterland e.V mit einem Infostand zur Marketingkampagne „Picknick im Münsterland“: Das Münsterland ist Picknickland. Nirgendwo sonst findet man so viele perfekte Plätze, an denen es sich so schön und kultiviert picknicken lässt.

Am Abend betraten drei Herren die Bühne in Wettendorf. Hootin´the Blues traten nicht mal eben auf, die Männer lebten ihren Blues mit einer solchen Leidenschaft, dass sich alle Gäste mit den ersten Takten gefangen nehmen ließen. Sundowner in Wettendorf, Blues im Ohr, und die Rinder weideten friedlich im Hintergrund – welch eine Idylle.

Am Freitagabend pfeifen die Macher der „Kulturwiesen“ dann die zweite Halbzeit an. Da es keine Tages- oder Abendkasse geben darf, ist eine Online-Buchung bis zum Beginn des Einlasses möglich. Für alle Veranstaltungen vom 4. bis zum 13. September gibt es wie immer die Karten im Internet.

 

 

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