Jahresgespräch des Bürgermeisters mit LOV-Vertretern
Belange der Landwirte im Blick

Everswinkel -

Es ist schon eine langjährige Tradition, dass sich die beiden Vorstände der Landwirtschaftlichen Ortsvereine mit Bürgermeister Sebastian Seidel und den Fachleuten aus dem Bereich Planen, Bauen und Umwelt sowie Finanzen und Liegenschaften im Rathaus austauschen. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte der Termin erst jetzt stattfinden.

Donnerstag, 03.09.2020, 08:32 Uhr
Gedankenaustausch zwischen Gemeindeverwaltung und Landwirten:
Gedankenaustausch zwischen Gemeindeverwaltung und Landwirten: Foto: Gemeinde

Im Mittelpunkt des Gesprächs, an dem auch der stellvertretende Geschäftsführer des WLV-Kreisverbandes, Michael Klein , teilnahm, standen unter anderem die Themen Siedlungsentwicklung und Ausgleichsmaßnahmen sowie Wirtschaftswege und Brücken. „Wenn wir weitere Siedlungsentwicklung sowohl im Bereich Wohnen als auch im Bereich Gewerbe betreiben, dann tun wir das weiterhin maßvoll und vor allem auch unter Berücksichtigung der Belange der Landwirtschaft“, führte der Bürgermeister ein. Dazu gehöre auch, dem sogenannten „Landwirte-Bashing“ einen Riegel vorzuschieben. „Die Landwirte und ihre Familien sind Teil unserer Gesellschaft, und mir geht es gegen den Strich, dass in diversen Diskussionen um Klima und Umwelt der ‚Schwarze Peter‘ immer den Landwirten zugeschoben wird“, so Seidel .

In den vergangenen Jahren seien Ausgleichsmaßnahmen für gemeindliche Belange stets auf Flächen im Gemeindegebiet durchgeführt worden. Bei den Ausgleichsmaßnahmen fürs Baugebiet Bergkamp III habe die Gemeinde erstmals auch mit der „Stiftung Westfälische Kulturlandschaft“ zusammengearbeitet. „Es ist keine einfache Aufgabe gewesen, aber am Ende hat die Zusammenarbeit funktioniert“, erläuterte Bauamtsleiter Norbert Reher. Weiterhin setze die Gemeinde auf den Erhalt von Wirtschaftswegen und Brücken. „Maßnahmen an Brücken sind sehr teuer, deshalb können wir das nur Stück für Stück abarbeiten“, klärte Seidel auf. Der Alverskirchener Ortslandwirt Josef Starp äußerte Verständnis für die Situation, warb aber für eine konzertierte Aktion des Münsterlandes: „Alleine kann keine Gemeinde solch ein großes Thema anpacken. Aber wenn sich Bürgermeister und Landräte zusammentun und die Probleme gemeinsam nach Düsseldorf und Berlin tragen, dann findet die besondere Siedlungsstruktur des Münsterlandes hoffentlich Gehör, und es werden Gelder locker gemacht“.

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