IGSE-Veranstaltung mal ganz anders im Corona-Jahr
„Mond(sch)wein“ ohne Bummel

Everswinkel -

So kurz waren die Wege zuvor noch nie. Keine 400, 500 Meter Strecke, um die „Genusspunkte“ zu erreichen, sondern allenfalls ein paar Schritte. Der „Mond(sch)weinbummel“ 2020 der Everswinkeler Kaufmannschaft ist der der nahen Lösung. Oder besser: der naheliegenden Lösung. Denn Corona bestimmt in diesem Jahr die Spielregeln – auch für die IGSE.

Donnerstag, 01.10.2020, 08:23 Uhr
Die IGSE präsentiert das neue Sammelglas „Mond(sch)weinbummel 2020“ mit Michael Perdun, Angela Meininghaus, Axel Korn, Julia Föllen, dem neuen Gasthof-Pächter Steffen Strietholt, Marcel Webers, Andreas Enseling und dem IGSE-vorsitzenden Stefan Batkowski (v.l.).
Die IGSE präsentiert das neue Sammelglas „Mond(sch)weinbummel 2020“ mit Michael Perdun, Angela Meininghaus, Axel Korn, Julia Föllen, dem neuen Gasthof-Pächter Steffen Strietholt, Marcel Webers, Andreas Enseling und dem IGSE-vorsitzenden Stefan Batkowski (v.l.). Foto: Klaus Meyer

Der beliebte abendliche Bummel durch die Geschäfte des Dorfes, um Weine und Waren kennenzulernen, ist so nicht machbar. Man habe sehr lange überlegt im Vorstand und sei letztendlich mehrheitlich zu der Entscheidung gekommen, „eine Variante zu wählen, bei der es kein Risiko gibt und Everswinkel später nicht in den Schlagzeilen steht“, sagt IGSE-Chef Stefan Batkowski . Auf der Treppe des künftigen „Gasthofs Strietholt “ und mit dessen Pächter Steffen Strietholt, der von der IGSE willkommen geheißen wurde, stellte der Gewerbeverein am Mittwoch sein Konzept für den Bummel-Jahrgang 2020 vor.

„Es war schwierig zu planen vor dem Hintergrund immer neuer Nachrichten zu Corona“, zeigt Batkowski auf. „Wir bedauern sehr, dass die Veranstaltung nicht stattfinden kann. Es ist das dritte Event, das in diesem Jahr nicht stattfinden kann.“ Aber die kuschelige Atmosphäre mit launigen Gesprächen beim Probegläschen Wein in den Geschäften sei angesichts des Infektionsrisikos nicht denkbar. „Die steigenden Infektionszahlen geben uns recht“, ergänzt Axel Korn. Andererseits wollte man das Sammel-Gläschen „auf jeden Fall produzieren, damit die Serie nicht abreißt“. Herausgekommen bei den Überlegungen ist der ganz „private Mond(sch)weinbummel“.

Es war schwierig zu planen vor dem Hintergrund immer neuer Nachrichten zu Corona.

IGSE-Vorsitzender Stefan Batkowski

„Den geselligen Teil verlegen wir in den privaten Bereich“, sagt Batkowski und erklärt dann, wie es läuft: Das neue Jahrgangsglas 2020 mit dem emotionalen Untertitel „Sch . . . Corona“ ist schon eingetroffen und ist im Landkaufhaus Everswinkel sowie im Spiel- und Schreibwarengeschäft Föllen für drei Euro zu bekommen. „Wir haben aber nicht so viele Gläser bestellt wie in den Vorjahren“, empfiehlt Angela Meininghaus bald zuzugreifen. Passend dazu kann der Wein von Winzer Heinz Schütz über den Freundeskreis Sponheimer Hof (www.fk-sponheimer-hof.de) bestellt werden; eine schnelle Lieferung ist garantiert. Ferner hat die IGSE einen kleinen Wettbewerb gestartet. Wer ein Foto von sich oder seiner privaten Gruppe mit Motiv-Glas oder wahlweise eine Zeichnung oder einen Text zum privaten Mond(sch)weinbummel zur Veröffentlichung auf der IGSE-Facebookseite einschickt, kann einen von drei Everswinkel-Gutscheinen gewinnen. Einsendung per Mail an info@igse-everswinkel.de bis einschließlich 1. November.

Noch nicht „denkmalreif“ aber schon vergriffene Sammelobjekte sind die Weingläschen der vergangenen Jahre. Das Motiv 2020 greift auch frech die Corona-Situation auf.

Noch nicht „denkmalreif“ aber schon vergriffene Sammelobjekte sind die Weingläschen der vergangenen Jahre. Das Motiv 2020 greift auch frech die Corona-Situation auf. Foto: Klaus Meyer

Was die Veranstaltungschancen 2021 für die IGSE angeht – beginnend mit dem Frühlingsfest – „lassen wir das noch auf uns zukommen“, sagt Batkowski. Er könne sich dieses von Musikern geprägte Fest unter freiem Himmel „unter einem gewissen Hygienekonzept durchaus vorstellen“. Zunächst heißt es aber abzuwarten, wie sich die Lage in den nächsten Monaten entwickelt.

Darauf blickt auch Steffen Strietholt gespannt, der ab 1. November seinen Gasthof an den Start bringt. Am kommenden Montag beginnen erst mal die Renovierungsarbeiten. Übrigens: Strietholt ist nicht nur Nachfolger für die Familie Arning im Gasthof, sondern auch bei der IGSE. Das Aufnahmeformular ist nur noch Formsache, versicherten beide Seiten augenzwinkernd.

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