Studenten auf Bauernhof-Tour
Landwirtschaft unter der Lupe

Alverskirchen -

Die Bauerschaften von Alverskirchen waren kürzlich das Ziel einer Tagesexkursion von 18 Studierenden der Landschaftsökologie und Geografie der Universität Münster. Vier landwirtschaftliche Betriebe und die Angel standen auf dem „Laufplan“ – es wurde ein für die Studenten beeindruckender Tag.

Samstag, 10.10.2020, 08:10 Uhr
„Ich habe viele neue und wertvolle Eindrücke erhalten“ – so lautete ein Fazit nach den Besuchen der Landschaftsökologie- und Geografie-Studenten auf vier Bauernhöfen in Alverskirchen.
„Ich habe viele neue und wertvolle Eindrücke erhalten“ – so lautete ein Fazit nach den Besuchen der Landschaftsökologie- und Geografie-Studenten auf vier Bauernhöfen in Alverskirchen. Foto: privat

Unter dem Titel „Tradition und Innovation für eine nachhaltige Landwirtschaft“ führte Dr. Cornelia Steinhäuser, Mitarbeiterin der AG Ökologische Planung (Prof. Dr. Tillmann Buttschardt) des Instituts für Landschaftsökologie zu vier Bauernhöfen, um im Gespräch mit den Betriebsleitern die Anlagen und das Umfeld zu besichtigen.

Dabei wurde sowohl auf die Bewirtschaftung als auch auf die Landschaftspflege eingegangen. Die Themen reichten von Technifizierung und Diversifizierung über den Erhalt guter Bodenbeschaffenheit und die Renaturierung der Angel bis hin zu globalen, regionalen und lokalen Kreisläufen. Zudem standen die Geschichte und die jüngsten Entwicklungen der Höfe sowie deren Perspektiven für künftige Generationen im Mittelpunkt.

Der erste Besuch auf dem Hof der Familie Rüping erlaubte einen ausführlichen Einblick in die täglichen und saisonalen Abläufe auf einem Milchviehbetrieb. Die Besichtigung des Melkroboters weckte viel Aufmerksamkeit und löste Staunen sowie zahlreiche Fragen aus, die alle bildhaft und eingehend von Josef Rüping beantwortet wurden. Die zweite Station bei Alvin und Leonard Schulze Hockenbeck war eine Begegnung mit einem jungen Bauern, der im Austausch mit der vorherigen Generation neue Wege erprobt. Aufmerksam lauschten die Studierenden direkt auf dem Feld den Erklärungen von Leonard Schulze Hockenbeck zur Zwischenfrucht und zur pfluglosen Bewirtschaftung.

Auf dem Hof Schulze Wettendorf erläuterte Hendrik Schulze Wettendorf das Konzept seiner Viehzucht und Direktvermarktung, wobei er gemeinsam mit den Studenten eine kritische Reflexion zum allgemeinen und eigenen Konsumverhalten anstieß. Von dort wurde die Gruppe von Christoph Gerd Holling abgeholt, um an der Angel über deren Renaturierung zu sprechen. Es entwickelte sich ein reger Austausch darüber, wie Akteure des Naturschutzes und der Landwirtschaft konstruktiv zusammenarbeiten oder nicht. Abschließend nahm die Gruppe dankbar frische Getränke auf dem Hof der Familie Gerd Holling an und bekam einen Einblick in deren Bewirtschaftung.

Der gesamte Tag war für alle Teilnehmenden reich an Erkenntnissen. Die Studierenden stellten fest „wie komplex die Führung eines landwirtschaftlichen Betriebes ist“, „wie Motivation und gute Arbeit zusammenhängen“, „wie vielseitig die Praxis ist“, und „wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen“.

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