Kirchengemeinde informiert über Alternative
Laternen in den Fenstern statt Martinsumzug

Everswinkel/Alverskirchen -

Die Martinsumzüge in Everswinkel und Alverskirchen sind aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt worden. Auf das Licht der Laternen muss aber nicht verzichtet werden. Die Katholische Kirchengemeinde St. Magnus-St. Agatha macht auf die Aktion „Laternen-Fenster“ aufmerksam.

Dienstag, 03.11.2020, 06:31 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 12:12 Uhr
Auf dieses Bild – der heilige Martin teilt seinen Mantel mit einem Bettler – muss man in diesem Jahr in Everswinkel und Alverskirchen verzichtet. Auf das Licht der Laternen aber nicht.
Auf dieses Bild – der heilige Martin teilt seinen Mantel mit einem Bettler – muss man in diesem Jahr in Everswinkel und Alverskirchen verzichtet. Auf das Licht der Laternen aber nicht. Foto: Günther Wehmeyer

Für den St.-Martinsumzug am 11. November war eigentlich nach Gesprächen mit dem Ordnungsamt und dem Bürgermeister ein Hygienekonzept erstellt worden. Bei Einhaltung der geforderten Abstände, wäre der Umzug sehr lang geworden, und am Ziel auf dem Magnusplatz hätten die Teilnehmer so weit auseinander stehen müssen, dass nicht alle Kinder das Martinsspiel verfolgen könnten und auch die Übertragungstechnik nicht alle erreicht hätte. Das Anliegen und die damit verbundenen Botschaften zum barmherzigen Miteinander, der Sorge für die Bedürftigen, den Auftrag das zur Verfügung stehende gerecht zu verteilen, hätte aber nicht an die Teilnehmer weitergeben werden können.

Darum war bereits schweren Herzens entschieden worden, den Umzug durch das Historische Viereck mit dem St. Martinsspiel, in diesem Jahr so nicht durchzuführen. Inzwischen kamen die verschärfte Corona-Situation und die neue Corona-Schutzverordnung hinzu, die ohnehin alle Bemühungen gebremst hätten. Die Martinsumzüge in Everswinkel und Alverskirchen fallen somit in diesem Jahr aus. „Ja das ist sehr schade, aber ich habe in diesen Corona-Zeiten so viel kreative Ideen entdeckt, dass uns doch auch ein sinnvoller Ersatz für das Martinsspiel einfällt“, so bringt es Pastoralreferentin Andrea Hinse auf den Punkt.

Im Frühjahr habe man in vielen Fenstern einen Regenbogen leuchten sehen, gemalt oder geklebt von Kindern für andere Kinder. „Alle konnten sehen: Hier wohnt auch jemand, der gerade nicht mit anderen Kindern spielen darf und trotzdem dran glaubt: Alles wird gut!“

Die Kirchengemeinde verweist nun auf die Aktion „Laternen-Fenster“. Hierbei hängt man eine oder mehrere Laternen in ein Fenster, das am besten zu Straße hin zeigt und bringt sie mit Lichterketten oder Teelichtern zum Leuchten, so dass abendliche Spaziergänger die Laternen bestaunen können. Da dieses Jahr in vielen Ortschaften der Martinsumzug leider ausfalle, sei dies vor allem für Kinder eine schöne Alternative mit ihren gebastelten Laternen spazieren zu gehen und die leuchtenden Laternen in den Fenstern zu bewundern. Die Aktion ist jetzt gestartet und endet am 11. November.

„Ganz im Sinn von St. Martin wollen wir mit Hilfe der Laternen Hoffnung schenken, in dieser schwierigen Zeit. Gemeinsam schaffen wir das!“, so Hinse. Die Idee mit Flyer und Bastelanleitung kann man unter www.laternenfenster.de finden. Auf der Homepage der Kirchengemeinde www.magnus-agatha.de stehen weitere Ideen zu St. Martin. Dort ist eine Legende über den Heiligen Martin zu finden, die erklärt, was Martin mit den Gänsen zu tun hat, und auch ein Rezept, um Martinsgänse zu backen.

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