Intensivierte Zusammenarbeit der Feuerwehren von Everswinkel, Telgte und Ostbevern
Mit „TEO“ einen Schritt nach vorn

Telgte/Ostbevern -

Die Feuerwehren von Telgte, Everswinkel und Ostbevern („TEO“) arbeiten schon seit Jahren erfolgreich zusammen. Mit der selbstverständlichen nachbarschaftlichen Löschhilfe sind gemeinsame Strukturen und Konzepte erwachsen, um den Einsatz-Auftrag möglichst schnell und professionell zu erfüllen und den bestmöglichen Schutz von Bürgern und Einsatzkräften zu gewährleisten. Jetzt soll die Zusammenarbeit weiter gefestigt werden, um stärkere Synergien zu erreichen und die Professionalität weiter zu steigern. Dies findet seinen Niederschlag in einer Resolution, die allen drei kommunalen Räten zur Entscheidung vorliegt.

Dienstag, 17.11.2020, 07:55 Uhr aktualisiert: 18.11.2020, 13:29 Uhr
Die Feuerwehren von Everswinkel, Telgte und Ostbevern arbeiten schon seit Jahren gut zusammen. Das soll nun noch intensiviert werden.
Die Feuerwehren von Everswinkel, Telgte und Ostbevern arbeiten schon seit Jahren gut zusammen. Das soll nun noch intensiviert werden. Foto: Klaus Meyer

„Gemeinsam sind wir stark“ – diesen Leitspruch haben die Freiwilligen Feuerwehren von Everswinkel, Telgte und Ostbevern schon seit ein paar Jahren verinnerlicht. Sichtbares Zeichen dieser „TEO“-Verbindung auch nach außen hin sind die als „Wasserkuh“ bezeichneten, gemeinsam angeschafften und genutzten Tankwagen mit entsprechendem Schriftzug. Die nachbarschaftliche Löschhilfe, die sich schon bei etlichen Einsätzen bewährte, hat auch bereits zu gemeinsamen Strukturen und Konzepten geführt. Jetzt steht der logische Folgeschritt an: Die Kooperation soll im Sinne eines weiter professionalisierten Bevölkerungsschutzes sowie der Bewältigung gesetzlicher und technischer Herausforderungen gefestigt werden.

Präsentation des Konzeptes der intensiveren Zusammenarbeit der drei Feuerwehren im Hauptausschuss: Die Wehrführer Frank Becker (Everswinkel), Alfons Huesmann (Telgte) und Michael Saabe (Ostbevern; v.l.).

Präsentation des Konzeptes der intensiveren Zusammenarbeit der drei Feuerwehren im Hauptausschuss: Die Wehrführer Frank Becker (Everswinkel), Alfons Huesmann (Telgte) und Michael Saabe (Ostbevern; v.l.). Foto: Klaus Meyer

Die drei Wehrführer stellten in der Hauptausschusssitzung die bisherige fruchtbare Zusammenarbeit vor und zeigten auf, wie es weitergehen kann. Everswinkels Wehrführer Frank Becker machte deutlich, „die Zusammenarbeit klappt hervorragend, wir stehen alle hinter dem Konzept“. Becker unternahm einen Streifzug durch die Aufgaben der Feuerwehrleitungen, informierte über die Schutzziele („Es gibt eine qualitative und eine quantitative Anforderung an die Hilfsfrist.“), blickte auf die Einsätze der vergangenen Jahre und gab einen Überblick über die schon praktizierten TEO-Verknüpfungen. Dazu gehören gemeinsame Kleiderkammer und Fahrzeuge wie etwa die „Wasserkühe“, die sich bewährt hätten; dazu gehören gemeinsame Fahrzeugbeschaffungen mit baugleichen bzw. kompatiblen Exemplaren; dazu gehört das gemeinsame Betreiben der Notstromkomponente des Landes NRW, die rund 5 000 Haushalte versorgen könnte und geschultes Fachpersonal erfordere; und dazu gehört der Ausbildungsbereich. Summa summarum Top-Personal. „Wir haben Qualität in allen drei Feuerwehren“, bilanzierte Becker.

„Das ganze System ist schon aufeinander abgestimmt“, aber es gebe eben noch mehr An- und Verknüpfungspunkte, schlug Becker den Bogen in die Zukunft. So sei – neben den beiden vorhandenen hauptamtlichen Gerätewarten in Telgte – die Schaffung einer weiteren, von Everswinkel und Ostbevern finanzierten Gerätewart-Stelle sinnvoll, um die Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen und Geräten nach Einsätzen noch schneller wieder herzustellen. Darüber hinaus sprach Becker einen gemeinsamen Brandschutzbedarfsplan, die Zusammenführung administrativer Tätigkeiten in den drei Ortsverwaltungen und eine gegebenenfalls eigene Rechtspersönlichkeit für das TEO-Konstrukt an.

Bürgermeister Sebastian Seidel unterstrich die Ambitionen, die ihren Ausdruck in einer gemeinsamen Resolution der drei Kommunen findet. „Wir wollen die Zusammenarbeit intensivieren und auf eine breitere Basis stellen.“ Die Bevölkerung der drei Orte entspreche der einer mittelgroßen kreisangehörigen Stadt. Entsprechend gelte es sich zu organisieren und notfalls bei den Aufsichtsbehörden auch dickere Bretter zu bohren. „In heutiger Zeit muss man gewisse professionelle Strukturen haben. Deshalb wollen wir den Weg gehen. Heute, das ist ein erster Step.“ Alle vier Fraktionen stimmten dem im Hauptausschuss zu.

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