Erweiterung der Kita St. Magnus
Mehr Platz für Kinder schaffen

Everswinkel -

60 Jahre alt wird der Kindergarten St. Magnus im nächsten Jahr. In all den Jahren wurde die Einrichtung immer wieder den Anforderungen und Bedürfnissen angepasst, baulich erweitert und verändert. Auch jetzt ist erneut eine Maßnahme vorgesehen, um die Kindertageseinrichtung fit zu machen für die Zukunft. Mit einem Anbau soll mehr Platz für die Kinder geschaffen werden.

Mittwoch, 18.11.2020, 08:12 Uhr
Die Computer-Grafik zeigt die künftige Westansicht der Kita St. Magnus. Der als Anbau geplante neue Baukörper ist links im hellgrauen Farbton zu erkennen.
Die Computer-Grafik zeigt die künftige Westansicht der Kita St. Magnus. Der als Anbau geplante neue Baukörper ist links im hellgrauen Farbton zu erkennen. Foto: Architektenbüro Höller-Rieping/Katholische Kirchengemeinde

Kindergärten gehören zweifellos zu den sichtbaren Zeichen eines Wandels. Fast jede der bestehenden Einrichtungen hat in den vergangenen Jahren ihr Gesicht verändert, ist umgestaltet und erweitert worden – ja, in einem Fall bringt dies sogar ein gänzlicher Neubau zum Ausdruck. Sechs Kindergärten gibt es in der Gemeinde, die die quantitative und qualitative Versorgung sicherstellen. Im laufenden Kindergartenjahr 2020/21 stehen insgesamt 426 Plätze in beiden Ortsteilen zur Verfügung. In der Altersklasse über drei Jahre liegt der aktuelle Versorgungsgrad bei 106 Prozent, bei den Zwei- und Unter-Zweijährigen lag die Zahl der Kinder dagegen klar über der der Plätze (236 zu 151).

Die Räumlichkeiten wurden immer wieder den jeweiligen Bedürfnissen angepasst.

Katholische Kirchengemeinde St. Magnus/St. Agatha

Jetzt steht erneut ein Bauprojekt im Bereich der Kindertagesstätten an. Die Kita St. Magnus, die 1961 errichtet wurde und damals zentral im Ort lag und noch an direkt an Felder und Wiesen grenzte, soll eine räumliche Erweiterung erfahren. Dabei geht es nicht darum, mehr Plätze als die vorhandenen 80 zu schaffen, wie die Katholische Kirchengemeinde St. Magnus-St. Agatha als Träger mitteilt, sondern es soll mehr Raum für die Kinder geschaffen werden. „Die Einrichtung soll für die Zukunft fit gemacht werden.“ Geplant ist der Anbau eines Gruppenraums sowie Kleingruppenräume einzurichten.

„Ziel ist es, mehr Platz für die Kinder zu schaffen. Gerade für Differenzierungsangebote, Inklusion und Kleingruppenarbeit ist ein größeres Raumangebot notwendig“, heißt es seitens der Kirchengemeinde. Die Gestaltung der Räume sei so konzipiert, dass eine mögliche Randzeiten-Betreuung (sprich in Zeiten jenseits der regulären Öffnungszeiten der Kita) unterstützt werden. Parallel sollen zudem die Sanitäranlagen erneuert, die Abwasserleitungen neu verlegt, die Küche verlagert sowie Datenkabel installiert werden, „um künftig die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen zu können“.

Als Einstieg ins Bauprojekt ist vor dem St.-Magnus-Kindergarten am Schmalen Kamp bereits ein Küchen-Container platziert worden.

Als Einstieg ins Bauprojekt ist vor dem St.-Magnus-Kindergarten am Schmalen Kamp bereits ein Küchen-Container platziert worden. Foto: Klaus Meyer

Auf rund 720 000 Euro beläuft sich das Investitionsvolumen, das durch den Kreis Warendorf mittels Landes- bzw. Bundeszuschüssen, die Gemeinde Everswinkel, das Bistum Münster sowie die Katholische Kirchengemeinde geschultert wird. Planung und Baubegleitung liegen beim Architektenbüro Höller-Rieping aus Münster.

Der Kindergarten am Schmalen Kamp ist im Laufe der Zeit immer wieder verändert und die Räumlichkeiten sind den sich verändernden Bedürfnissen angepasst worden. Bei den Baumaßnahmen wurde viel in Eigenleistung umgesetzt. So wurde die damalige Zwei-Gruppen-Einrichtung schon 1963 um eine dritte Gruppe ausgebaut. Eine Turnhalle und ein Personalraum wurden 1977 ergänzt, gefolgt von einem Ausweichraum und zwei Abstellräumen. Mit einem Schlaf- und einem Wickelraum im Zeitraum 2009/2010 sowie weiteren Umgestaltungen und einer Modernisierung der Einrichtung in energetischer Hinsicht wurde weiter investiert. Zum 50-jährigen Bestehen 2011 gestaltete man den Außenbereich neu und baute eine Matschanlage. Zuletzt gab es 2013 einen maßgeblichen Entwicklungsschritt mit dem Anbau einer „GF I-Gruppe“ für bis zu 20 Kinder im Alter von zwei Jahren bis zur Einschulung zuzüglich Ruhe- und Nebenraum auf 132 Quadratmetern Fläche.

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