Aktion „Das Gute findet Innenstadt“
Bekenntnis zum Einkauf vor Ort

Everswinkel -

Schon seit Monaten bestimmt die Corona-Pandemie das öffentliche Leben. Einzelhandel und Gastgewerbe leiden schwer, Umsätze brechen massiv weg – aber die Kostenbelastungen bleiben in der Regel. Nach der ersten Lockdown-Phase im Frühjahr bedroht nun der aktuelle Teil-Lockdown nachhaltig die Existenz von zahlreichen Einzelhändlern in den Innenstädten und den kleineren Kommunen.

Samstag, 28.11.2020, 08:10 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 16:25 Uhr
Gemeinsam für den Einzelhandel vor Ort: Gemeinde-Wirtschaftsförderin Pia Eggert, Silvia Kirschke und Angela Meininghaus von der IGSE und Bürgermeister Sebastian Seidel (v.l.).
Gemeinsam für den Einzelhandel vor Ort: Gemeinde-Wirtschaftsförderin Pia Eggert, Silvia Kirschke und Angela Meininghaus von der IGSE und Bürgermeister Sebastian Seidel (v.l.). Foto: Gemeinde

Mit der Kampagne „Das Gute findet Innenstadt“ werben fünf Einrichtungen aus der Region – nämlich die IHK Nord Westfalen, die Handwerkskammer Münster, der Handelsverband, Münsterland e.V. und WIN Emscher-Lippe in der Adventszeit für den Einkauf im lokalen Einzelhandel. Auch in Everswinkel findet diese Kampagne ihren Widerhall.

Bürgermeister Sebastian Seidel und die Interessengemeinschaft Selbstständiger Everswinkel (IGSE) schließen sich der Aktion ausdrücklich an, die den Handel noch einmal verstärkt in den Blickpunkt rücken soll. „Zwar sind die Einzelhandelsgeschäfte geöffnet, die Kundschaft hat sich aber in den Novemberwochen sehr zurückhaltend gezeigt“, weiß auch Bürgermeister Seidel. „Da der Handel von den derzeitigen Schließungen nicht betroffen ist, erhält er aber eben auch keine staatlichen Hilfen.“ Im lokalen Gewerbeverein IGSE sieht man die Lage natürlich ebenfalls mit Besorgnis. „Wenn nun auch noch die Einnahmen aus dem sonst so umsatzstarken Weihnachtsgeschäft wegbrechen, wird es noch schwieriger“, sagt Silvia Kirschke von der IGSE.

Die Kampagne „Das Gute findet Innenstadt“ soll gezielt zum ersten Adventswochenende für den Einkauf vor Ort werben – natürlich mit Abstand und unter Einhaltung aller Corona-Schutzmaßnahmen. Die vergangenen Monate hätten gezeigt, wie sich auch schwierige Umstände mit Zusammenhalt und Respekt bewältigen ließen. Bereits während des Shutdowns im Frühjahr und danach hätten die Menschen in der Gemeinde ihren lokalen Anbietern die Treue gehalten. Seidel und Kirschke sind sich einig: „Das sollte doch noch ein zweites Mal gelingen.“ Und am besten auch noch nach Corona,will man einen lebendigen Ortskern mit einem möglichst vielfältigen Angebot vor der Haustür erhalten statt in leerstehende Ladenlokale zu blicken. „Wir alle gemeinsam als Kunden sind mitverantwortlich dafür, wie unsere Ortszentren aussehen, in denen wir einkaufen möchten“, betonten Seidel und Kirschke.

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