Handball-Förderverein verabschiedet Gräfe und Vornholt
Vorstand allein aus ehemaligen Aktiven

Everswinkel -

Immer wieder hat der Förderverein Handball Everswinkel e.V. in diesem Jahr den Anlauf unternommen, seine turnusgemäße Jahreshauptversammlung durchzuführen, doch immer wieder machte die Corona-Pandemie den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Letztendlich mussten die Weichen jüngst im privaten Umfeld gestellt werden. Zwei engagierte Ehrenamtliche wurden dabei verabschiedet.

Montag, 07.12.2020, 08:12 Uhr aktualisiert: 07.12.2020, 08:20 Uhr
Der Handball ruht zurzeit. Die Corona-Pandemie hat aber nicht nur den Sport ausgebremst, sondern auch den Förderverein, der drei Mal seine Versammlung absagen musste.
Der Handball ruht zurzeit. Die Corona-Pandemie hat aber nicht nur den Sport ausgebremst, sondern auch den Förderverein, der drei Mal seine Versammlung absagen musste. Foto: Sportfoto Zink / Daniel Marr

Schon am 26. März sollte das Meeting eigentlich stattfinden, um Bilanz zu ziehen und die Weichen für die nächsten Aktivitäten zu stellen. Drei Mal kam in der Folgezeit notgedrungen die Absage. Jüngst nun wurde die Versammlung Corona-konform und vor den verstärkten Kontaktbeschränkungen im privaten Umfeld draußen an der frischen Luft nachgeholt.

Der Vorsitzende Rolf Grote führte durch die Tagesordnung, an deren Anfang der Rechenschaftsbericht stand. Grote dankte allen Förderern für die gute Unterstützung der Handballjugend. „Besonders erwähnenswert ist, dass die Förderer uns trotz Corona treu geblieben sind.“ Man habe die Jugendarbeit der Handballabteilung, die man sich auf die Fahne geschrieben habe, im vergangenen Jahr im gleichen Umfang finanziell unterstützen können wie 2018. „Darauf sind wir dank der Hilfe unserer Sponsoren schon ein wenig stolz.“ Beispielhaft wurde die Weibliche Jugend erwähnt. Sowohl die weibliche A-Jugend als auch die B- und die C-Jugendmannschaften spielen in dieser Saison in der Oberliga.

Eine Tradition sei schon mittlerweile mit Unterstützung der Gewerbetreibenden in Everswinkel die Tombola zu den letzten Heimspielen der ersten Männer- und Frauenmannschaft. Durch den Corona-bedingten Abbruch der Saison musste sie in diesem Jahr leider ausfallen. „Im kommenden Jahr werden wir einen neuen Anlauf starten.“

Den Kassenbericht von Werner Vornholt hatten im Vorfeld Heinz Theiselmann und Ludger Kindermann geprüft und die ordnungsgemäße Verbuchung der Ein- und Ausgaben festgestellt. Die Entlastung des Vorstands erfolgte daraufhin einstimmig.

Bereits im Vorfeld hatte der Initiator, Gründer und langjährige 1. Vorsitzende,, später dann stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Albrecht „Mick“ Gräfe darum gebeten, ihn von den Vorstandsaufgaben zu entbinden. Neue berufliche Herausforderungen würden ihn umfangreich in Anspruch nehmen, so dass ihm nicht mehr der nötige Freiraum für die ehrenamtliche Tätigkeit bleibe. Auch Werner Vornholt, der seit 2004 mit Geschick und Weitsicht die Finanzen betreut hatte, wolle gerne kürzertreten und stellte deshalb sein Amt zur Verfügung. Grote dankte in einer emotionalen Laudatio den beiden für die Jahrzehnte lange ehrenamtliche Arbeit.

Gräfe hatte 1994 den Förderverein initiiert und die Jahre hindurch nicht nur mit Einsatz und Ideen geführt sondern geprägt. „Ohne ihn wären wir nicht da, wo wir heute sind“, bilanzierte der Vorsitzende. „Werner Vornholt hat die letzten 16 Jahre mit Fleiß und einwandfreier Buchführung dafür gesorgt, dass es nie zu Unstimmigkeiten gekommen ist.“

In der Versammlung wurde Timo Soszynski als Nachfolger von Gräfe vorgeschlagen und wurde auch einstimmig gewählt. Für Vornholt konnte an diesem Tag kein Nachfolger gefunden werden. Im Nachgang zu der improvisierten Versammlung wurde Claudia Auffarth angesprochen. Sie zeigte sich bereit, die Aufgaben des Finanzvorstandes zu übernehmen und führt die Geschäfte bis zur nächsten Jahresversammlung kommissarisch. Satzungsgemäß können Vorstandsmitglieder nur in der Versammlung gewählt werden. Eine Besonderheit: Durch diese Veränderungen besteht der Vorstand des Fördervereins erstmals seit Gründung komplett aus ehemaligen aktiven Handballern des SC DJK Everswinkel. „Es wird immer schwieriger, die Jugendarbeit finanziell zu unterstützen. Wenn bei jemandem das Interesse geweckt wurde, kann man uns einfach ansprechen. Wir können jede Hilfe gebrauchen“, betont Grote.

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