Klimaschutzpreise 2020 verliehen
Alles dreht sich um die Meise

Everswinkel -

Die Entscheidung beim jährlich von der Gemeinde ausgeschriebenen Klimaschutzpreis ist gefallen. Der Wettbewerb dient dazu, Projekte, die dem Umwelt- und dem Klimaschutzdienst, in den Fokus zu nehmen und zu würdigen. In diesem Jahr ging es um Projekte, die den Singvögeln im Allgemeinen und den Meisen im Besonderen helfen. Hintergedanke: die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners.

Mittwoch, 09.12.2020, 08:13 Uhr aktualisiert: 09.12.2020, 08:20 Uhr
Die Preisträger des diesjährigen Klimaschutzpreises der Gemeinde, die einzeln zur Preisvergabe eingeladen wurden: Umweltberater Bernd Schumacher, Maria Kemker (Kommunalberaterin von Westenergie) und Bürgermeister Sebastian Seidel mit BTA-Vertreterin Dagmar Gilsdorf (linkes Bild; 3.v.l.) für den 1. Preis sowie die Empfänger des 2. und 3. Preises, Allessa Bangrazi (2. Bild) und Elli Wolf (mit Mutter Carolin Wolff; 3. Bild) im Rathaus.
Die Preisträger des diesjährigen Klimaschutzpreises der Gemeinde, die einzeln zur Preisvergabe eingeladen wurden: Umweltberater Bernd Schumacher, Maria Kemker (Kommunalberaterin von Westenergie) und Bürgermeister Sebastian Seidel mit BTA-Vertreterin Dagmar Gilsdorf (linkes Bild; 3.v.l.) für den 1. Preis sowie die Empfänger des 2. und 3. Preises, Allessa Bangrazi (2. Bild) und Elli Wolf (mit Mutter Carolin Wolff; 3. Bild) im Rathaus. Foto: Gemeinde

„Wer jetzt ‚ne Meise hat, kann beim Klimaschutzpreis richtig gewinnen“. Mit diesem Slogan rief die Gemeinde Everswinkel im Juni zum Mitmachen beim Westenergie- (zuvor Innogy-)Klimaschutzpreis auf. „Das Thema hatte im Juni eine durchaus fühlbare Realität, denn auch in diesem Jahr kam es wieder zu einer sichtbaren und vereinzelt auch spürbaren Massenvermehrung des Eichenprozessionsspinners“, teilt die Gemeinde zu dem Wettbewerb des laufenden Jahres in einer Pressemeldung mit.

Daher waren Beiträge im Zusammenhang mit Singvögeln, insbesondere Meisen, besonders gefragt. Da in diesem Jahr besonders viele Beiträge eingegangen sind, war die Jury bei der Auswahl der Gewinner besonders gefordert. Letztlich entschied sie sich für drei Gewinner, die aufgrund der Corona-Pandemiebedingungen zur Preisvergabe einzeln ins Rathaus eingeladen wurden. So freuten sich Bürgermeister Sebastian Seidel, Umweltbeauftragter Bernd Schumacher und die Kommunalmanagerin der Westenergie AG Maria Kemker, die Preise mit je einem spätherbstlichen Blumenstrauß und einer Urkunde übergeben zu dürfen.

Elli Wolff erhielt für ihre liebevoll gemalte und beschriebene Geschichte zur Langzeitbeobachtung eines Meisenpaares „Mats Meise“ den 3. Preis in Höhe von 100 Euro. Alessa Bangrazi freute sich über den 2. Preis und das Preisgeld von 300 Euro, den sie sich gemeinsam mit der 9. Klasse der Waldorfschule durch eine Müllsammelaktion und den Bau von rund 50 Meisen-Nistkästen erarbeitet hat.

Begeistert nahm Dagmar Gilsdorf den 1. Preis (600 Euro) für das Bürger-Team Alverskirchen in Empfang. Das BTA hatte in einer Mitmach-Aktion mehrere Partner zum Bau von Nistkästen aufgerufen und selbst in Handarbeit Dutzende von Nistkästen gebaut und an geeigneten Standorten aufgehängt. Im März waren 40 Nistkästen im Bereich Breiter Busch, Holling und durch die Nachbargemeinschaft am Schulweg im Bereich Brinkgarten verteilt worden. Zudem hatten das BTA und die Verbundschule in einer Kooperation im Februar Nistkästen im Bereich des Sportparks Wester, der Schule und des Möllenkamps verteilt. Im späteren Verlauf sei zu beobachten gewesen, dass bei mindestens 90 Prozent der Nistkästen ein reger Betrieb geherrscht habe. Das Besondere dabei ist, dass eine Art Erfolgsmonitoring durchgeführt wurde und die Nistkästen nachhaltig gereinigt und unterhalten werden.

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