Kulturkreis Everswinkel bilanziert Ausfall-Jahr 2020
Nur wenige Projekte durchgeführt

Everswinkel -

Das Corona-Virus machte auch dem Kulturkreis einen großen Strich durch die Rechnung. Nur wenige Projekte konnten durchgeführt werden.

Samstag, 02.01.2021, 08:51 Uhr aktualisiert: 02.01.2021, 09:00 Uhr
Video-Konferenz statt traditionelles gemütliches Beisammensein zum Jahresabschluss beim Kulturkreis Everswinkel.
Video-Konferenz statt traditionelles gemütliches Beisammensein zum Jahresabschluss beim Kulturkreis Everswinkel. Foto: Screenshot KKE

Am Ende eines Jahres ist es Tradition, dass Menschen ihr ganz persönliches Fazit der vergangenen zwölf Monate ziehen. Aber auch Institutionen aller Art blicken zurück. Kommunen, Parteien, Vereine – sie alle bilanzieren, was gut und was weniger gut abgelaufen ist. In diesem Jahr dürften sie sich darin einig sein, dass das Corona-Virus etliches heftig durcheinandergewirbelt hat, dass Planungen rasch Makulatur wurden.

Dem Kulturkreis Everswinkel erging es naturgemäß nicht anders. Vorstandssitzungen fanden als Videokonferenzen statt, die jährliche Mitgliederversammlung wurde mehrmals verschoben. „Und unbedingt notwendige Abstimmungen erfolgten schließlich per Briefwahl – mit beeindruckender Beteiligung der Mitglieder“, wie der Vorstand erfreut feststellen konnte. „Leider konnten jedoch von den geplanten knapp 20 Projekten lediglich nur einige wenige durchgeführt werden.“

„Bühne frei!“, eines der Aushängeschilder des Vereins, konnte nur ein einziges Mal präsentiert werden. Ein Rock- und ein Jazzkonzert wurden ebenso abgesagt wie das langersehnte neuerliche Gastspiel der „6-Zylinder“. Zwei Ausstellungen fanden nicht statt, darunter eine Gemeinschaftsaktion der Arbeitskreise Bildende Kunst und Literatur. Sie sollte im Zusammenhang mit dem Aufenthalt des Dorfschreibers im Rathaus präsentiert werden. Hermann Mensing verbrachte jedoch den ersten seiner geplanten drei Monate nicht im Vitus-Dorf, sondern im Home-Office, ein Begriff, der mittlerweile jedem flüssig über die Lippen geht.

Dennoch gab es auch kulturelle Lichtblicke im Laufe des Jahres. So erwischte der Kulturkreis sowohl in den Sommer- als auch den Herbstferien für mehrere Filmworkshops für Kinder und Jugendliche Zeiten der partiellen Lockerung, und das Figurentheater „Hille Pupille“ konnte im Oktober mit seinem Programm „WOK WOK WOK“ dank der perfekten Organisation in der Festhalle gastieren. Den weitaus meisten Künstlern mussten die Verantwortlichen schweren Herzens absagen, was für diese natürlich nicht überraschend kam.

„Die Reaktionen rangierten von enttäuscht bis zu verständnisvoll, zumal allen ein anderer Termin in Nach-Corona-Zeiten in Aussicht gestellt wurde“, heißt es weiter in der Pressemitteilung des Kulturkreis-Vorstandes.

Es war bislang eine beliebte Gepflogenheit im Kulturkreis, dass der Vorstand die in den Arbeitskreisen aktiven Mitglieder zum vorweihnachtlichen Abendessen einlud. „In Corona-Zeiten mussten und müssen sich die Menschen anpassen, und so fand sich für die letzte gemeinsame Sitzung im Jahr 2020 eine kreative Lösung.“ Per Video-Konferenz berieten die 18 Beteiligten „in einem etwas anderen Beisammensein“ mit Piccolo und Plätzchen über verschiedene Aspekte des Programms 2021.

„Der Schwerpunkt der lebhaften und kreativen Diskussion lag auf der Frage, wie man aufgrund der Corona-bedingten Beschränkungen das Publikum auf virtuellem Wege erreichen kann.“ Im kommenden Jahr feiert bekanntermaßen der Kulturkreis sein 25-jähriges Bestehen.

Aus diesem Anlass hat er für die Menschen in der Gemeinde ein facettenreiches Potpourri an kulturellen Angeboten zusammengestellt und lädt sie allesamt Zum Mitfeiern ein. Die Verantwortlichen hoffen und wünschen, dass das Virus die Durchführung nicht erneut durchkreuzen möge.

Eine gute Nachricht gab‘s aber noch zum Ende des Jahres 2020: Kulturausschuss und Gemeinderat gaben im Rahmen der Haushaltsberatungen grünes Licht, für einen Sonderzuschuss zum Jubiläumsjahr des Kulturkreises 2021 in Höhe von 5000 Euro, die zum regulären Jahreszuschuss von 6500 Euro dazu kommen.

Aber damit nicht genug: Ab 2022 wird der seit dem Start des Kulturkreises unverändert gebliebene Jahreszuschuss auf dann jährlich 10 000 Euro angehoben.

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