Katholische Kirchengemeinde bilanziert „Corona-Festtage“
Besondere Weihnachtsbotschaft

Everswinkel -

Planen, umplanen, absagen, improvisieren – für die Katholische Kirchengemeinde war die Vorbereitung der kirchlichen Veranstaltungen zu den Weihnachtstagen ein Wechselbad der Gefühle. Zu Beginn der Adventszeit hatte Pfarrer Pawel Czarnecki die Pfarrgemeinde St. Magnus-St. Agatha auf eine ungewöhnliche Advents- und Weihnachtszeit eingestimmt.

Montag, 11.01.2021, 08:09 Uhr
Weihnachts-Gottesdienste der Katholischen Kirchengemeinde: Die Bilder zeigen iim Uhrzeigersinn von oben links Pfarrer Pawel Czarnecki beim Festgottesdienst in der Festhalle, die Abstände für die Teilnehmer in der Festhalle, die Krippe in der Marienkapelle, die geschmückte Johannes-Kirche sowie die festlich ausgestattete St. Agatha-Kirche.
Weihnachts-Gottesdienste der Katholischen Kirchengemeinde: Die Bilder zeigen iim Uhrzeigersinn von oben links Pfarrer Pawel Czarnecki beim Festgottesdienst in der Festhalle, die Abstände für die Teilnehmer in der Festhalle, die Krippe in der Marienkapelle, die geschmückte Johannes-Kirche sowie die festlich ausgestattete St. Agatha-Kirche. Foto: Katholische Kirchengmeinde

„Es wird in diesem Jahr keine selig glänzende Weihnacht drinnen in den Kirchen sein,“ schrieb der Pfarrer seinerzeit in dem erstmals für alle Gemeindemitglieder aufgelegten Adventskalender. Dieser war eine von vielen Ideen des Pastoralteams und des Pfarreirates, durch die die Gemeindemitglieder auch in Corona-Zeiten trotz notwendiger physischer Distanz in Verbindung blieben. Carolin Roberg und Martin König-Dryzsla hatten Texte für jeden Tag geschrieben und kraftvolle Bilder aus der Kirche ausgewählt, die auch Einblicke in die Renovierung von St Magnus boten.

Beim lebendigen Adventskalender trafen man sich jeden Abend im Advent nach Einbruch der Dunkelheit zu einer von wechselnden Familien in unterschiedlicher Weise gestalteten Adventsandacht. In diesem Jahr nicht in den Wohnungen, sondern draußen im Garten mit Maske und entsprechendem Abstand. „Die Teilnehmer standen schemenhaft etwas unwirklich in der mit wenigen Lichtern spärlich erleuchteten Dunkelheit. Es war ein eigentümliches Gefühl, zwar auf Distanz, aber doch mit adventlichen Texten und Gesängen innerlich verbunden zu sein“, bilanziert die Kirchengemeinde diese Andacht-Reihe, die dann aber doch auch vorzeitig beendet werden musste.

Da Familien-Gottesdienste drinnen nicht möglich waren, fanden von Andrea Hinse gestaltete sonntägliche Andachten draußen auf den Kirchplätzen statt. Leider habe aufgrund der verschärften Corona-Auflagen der für Heilgabend von Hubert Wernsmann, Andra Hinse, Nicol Menzel, Heinz Holtkötter, Gitta Kraß, BIrgit Schlerfer, Anja Höhne, Nadine Becker, Bernd Henrichs , Agnes Franke, Familien Rendel, Kösters, Börding und der Jugendfeuerwehr mit viel Aufwand vorbereitete Stationslauf „ Weihnachten to go“ für Familien abgesagt werden.

Zusätzliche Weihnachtskrippen wurden mit Unterstützung der politischen Gemeinde von Bernd Henrichs, Regina Lichtenfeld, Sylvia Frohne, Agnes und Daniel Franke auf dem Magnusplatz und dem Kirchplatz in Alverskirchen aufgebaut. Familien und Kinder ergänzten die Krippendarstellungen mit eigenen gefertigten Figuren. So hatten auch Dinos den Weg zur Verehrung des Jesuskindes gefunden.

In der Marienkapelle war die übliche Weihnachtskrippe aufgebaut. In der Festhalle fand die schlichte Kirchenkrippe aus früheren Zeiten wieder Verwendung. Den Schmuck mit Tannenbäumen übernahmen Martin Rolf, Meinolf Ahlers, Andreas Rotert und Bernd Henrichs. „Besonders prächtig gedieht wieder einmal die weihnachtliche Ausstattung von St Agatha in Alverskirchen.“

Das mit der politischen Gemeinde abgestimmte Hygienekonzept ermöglichte mehr als die übliche Zahl der Weihnachtsgottesdienste. Nach dem Lockdown stornierten viele Gemeindemitglieder die zwingend notwendigen Anmeldungen. So konnten die Abstände besonders in der von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Festhalle weit über das vorgeschriebene Maß erhöht werden. „Durch diesen erheblichen Aufwand konnte die Pfarrei Präsenz-Gottesdienste ermöglichen.“

Die Weihnachts-Gottesdienste wurden zudem auch im Internet übertragen. Weihnachtslieder durften nur von Kantoren gesungen werden. „Viele nahmen die Texte der Lieder intensiver wahr. Bei aller Melancholie entfaltete sich doch Glanz und Wärme der Weihnachtsbotschaft.“ Diese Botschaft stellte Pfarrer Czarnecki in einen aktuellen Bezug: „Weihnachten ist nicht nur ein Fest, wo wir den liebevollen Umgang in den Familien mit Geschenke und Geselligkeit pflegen. Es ruft in Erinnerung: Liebe will nicht haben, sondern geben. Wir tragen die Maske, um andere zu schützen. Wir halten Abstand, um den Nächsten nicht zu gefährden. Wir beachten Hygieneregeln, um das Gesundheitssystem zu schützen. Wir verzichten auf Geselligkeit, um den Lockdown zu verkürzen und Arbeitsplätze zu sichern. Das ist eine Konsequenz der Weihnachtsbotschaft für 2021.“

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