Zahlreiche Feuerwehrkräfte und Rettungshubschrauber im Einsatz
Schwer verletzt nach Glatteis-Unfall

Everswinkel -

Mit Einsetzen des Berufsverkehrs ereigneten sich am Mittwochmorgen zwischen 4.50 Uhr und 7 Uhr zahlreiche Verkehrsunfälle durch Glatteis im Kreis Warendorf. Der laut Kreispolizei schwerste Unfall ereignete sich in Everswinkel, wo ein junger Autofahrer bei einem Alleinunfall per Rettungshubschrauber in die Klinik gebracht werden musste.

Mittwoch, 13.01.2021, 17:28 Uhr aktualisiert: 13.01.2021, 17:30 Uhr
Nur mit der Rettungsschere konnte der junge Autofahrer aus dem verunglückten Fahrzeug befreit werden. Die Feuerwehr leuchtete neben der Unfallstelle auch den Hubschrauber-Landeplatz aus.
Nur mit der Rettungsschere konnte der junge Autofahrer aus dem verunglückten Fahrzeug befreit werden. Die Feuerwehr leuchtete neben der Unfallstelle auch den Hubschrauber-Landeplatz aus. Foto: Feuerwehr

Glätte kommt meist überraschend. Zumindest für diejenigen, die mit Auto, Lkw oder Zweirad unterwegs sind. Besonders in frühen Morgenstunden wird das zu einer gefährlichen Sache. Zahlreiche Verkehrsunfälle durch überfrierende Nässe meldete die Kreispolizei vom Zeitraum Dienstag bis Mittwoch. Der schwerste ereignete sich demnach in Everswinkel.

Dabei erlitt ein 26-jähriger Warendorfer schwere Verletzungen, als er gegen 6.50 Uhr auf der Abfahrt von der Münsterstraße zur L793 verunglückte. Kurz hinter dem Abzweig zum Gartenbaubetrieb Schulze Tertilt hatte sich der Wagen gedreht, war über den Radweg gerutscht und dann mit der Fahrerseite gegen einen Baum geprallt. Dabei wurde er eingeklemmt. Neben der Freiwilligen Feuerwehr wurden zugleich auch der Notarzt aus Telgte, zwei Rettungswagen aus Telgte und Sendenhorst sowie der am Flughafen Münster-Osnabrück stationierte Rettungshubschrauber „Christoph Westfalen“ alarmiert.

Die Feuerwehrkräfte trennten das Dach des Unfallwagens ab, um den schwer verletzten Fahrer aus dem Fahrzeug retten zu können.

Die Feuerwehrkräfte trennten das Dach des Unfallwagens ab, um den schwer verletzten Fahrer aus dem Fahrzeug retten zu können. Foto: Feuerwehr

Die Feuerwehr, die mit 28 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen beider Löschzüge vor Ort war, musste die Rettungsschere einsetzen und das Autodach abtrennen, um den schon nicht mehr ansprechbaren Fahrer zu retten. Der Rettungshubschrauber brachte ihn in die Uni-Klinik Münster. Zudem leuchtete die Feuerwehr nicht nur die Unfallstelle aus, sondern auch per Drehleiter den Landeplatz für den Hubschrauber auf der L793. Die Polizei sperrte die Straße für rund eine Stunde. Durch den Berufsverkehr entstand in der Folge ein Verkehrschaos mit Riesen-Stau.

Die Polizei meldeten aus ganz Nordrhein-Westfalen zahlreiche Unfälle am Mittwochmorgen. Die Glatteis-Gefahr bleibt auch Donnerstag und Freitag noch.

Der alarmierte Rettungshubschrauber landete mitten auf der Landstraße 793, die durch die Feuerwehr Everswinkel ausgeleuchtet wurde.

Der alarmierte Rettungshubschrauber landete mitten auf der Landstraße 793, die durch die Feuerwehr Everswinkel ausgeleuchtet wurde. Foto: Feuerwehr

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