FDP besucht Einzelhandel vor Ort
Schließung in dieser Form ist ungerecht

Everswinkel -

Mitglieder der FDP-Ratsfraktion haben sich jetzt vor Ort im Einzelhandel umgehört, wie die Erfahrungen mit dem Lockdown seien.

Dienstag, 19.01.2021, 18:23 Uhr aktualisiert: 19.01.2021, 18:30 Uhr
Mitglieder des FDP-Ortsvereins haben den Einzelhandel vor Ort besucht (v. l.): Julia Föllen (im Laden), Ortsvorsitzende Dagmar Brockmann. Jan Hoyer mit Sohn sowie stellvertretende Vorsitzende Kirsten Heumann
Mitglieder des FDP-Ortsvereins haben den Einzelhandel vor Ort besucht (v. l.): Julia Föllen (im Laden), Ortsvorsitzende Dagmar Brockmann. Jan Hoyer mit Sohn sowie stellvertretende Vorsitzende Kirsten Heumann

Wie meistern die ortsansässigen Geschäfte die Herausforderungen des momentanen Lockdowns – diese Frage hat jetzt Mitglieder der FDP-Fraktion beschäftigt. Unter Einhaltung der Hygiene-Vorgaben besuchten die Liberalen Julia Föllen vom gleichnamigen Schreib- und Spielwarenladen in Everswinkel und sprachen mit ihr über die aktuelle Krise und die damit verbundenen Auflagen und Einschnitte. „Wir haben das Geschäft vor gut drei Jahren übernommen und wir sind noch immer mit viel Herzblut dabei, obwohl die Selbstständigkeit in diesen unsicheren Zeiten und das gleichzeitige Homeschooling der Kinder noch einmal zusätzliche Herausforderungen sind“, resümiert Julia Föllen die momentane Situation. „Aber uns ist es wichtig, das jetzige Warensortiment hier im Ort weiter anbieten zu können. Vor der Eingangstür steht ein kleiner Tisch, darauf ist eine Klingel angebracht. Zu den regulären Öffnungszeiten wird man hier persönlich bedient. Buch- und andere Bestellungen können zudem ganz kontaktlos über die digitalen Medien, per E-Mail, Telefon oder WhatsApp ausgelöst werden und sind in der Regel schon am nächsten Tag abholbereit oder werden auf Wunsch ins Haus geliefert, erläutert Föllen den momentanen Ablauf der Vertriebsstrategie aufgrund der Corona-Pandemie.

Für Föllen ist es nicht nachvollziehbar, dass der Einzelhandel schließen muss und in Lebensmittelgeschäften und Drogerien das gleiche Warensortiment weiterhin verkauft werden darf.

Aber sie sei nicht die Einzige, die sich über diese Ungerechtigkeiten ärgert, berichtet die stellvertretende Ortsvoristzende Kirsten Heumann. In ganz Deutschland gehe es vielen Einzelhändlern so. Schweren Herzens würden die Anordnungen akzeptiert, denn es werde immer den ein oder anderen geben, der durch die gesetzlichen Vorgaben benachteiligt werde.

Auf die Frage von Jan Hoyer, wie denn die Gutschein-Aktion „Kaufe einen Gutschein für 19 Euro und erhalte einen im Wert von 25 Euro gelaufen sei, antwortete Föllen, dass dieses Zeichen eine gute Idee gewesen und in der Zeit vor Weihnachten auch gut angenommen worden sei. Aber es seien auch jetzt noch Gutscheine zum Aktionspreis zu haben.

Zum Schluss bedauert Julia Föllen noch, den Ortsliberalen nicht die umgestalteten Verkaufsräume zeigen zu können, denn dort werde es künftig „viel Spannendes“ zu entdecken geben.

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