Firmvorbereitung
Eine digitale Gemeinschaft

Everswinkel/Alverskirchen -

Eine Videokonferenz als Abschluss der Firmvorbereitung – die Corona-Pandemie hält schon besondere Herausforderungen für gewohnt normale Abläufe bereit. Und erfordert Kreativität.

Montag, 25.01.2021, 18:12 Uhr aktualisiert: 26.01.2021, 15:00 Uhr
Eine große Videokonferenz war der Abschluss der Firmvorbereitung in Everswinkel und Alverskirchen.
Eine große Videokonferenz war der Abschluss der Firmvorbereitung in Everswinkel und Alverskirchen. Foto: privat

Eine Videokonferenz hat jetzt den Abschluss der Firmvorbereitung in Everswinkel gebildet. Der Grund für diese besondere Aktion für die rund 50 Firmlinge war die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Beschränkungen.

Die jungen Firmbewerberinnen und Firmbewerber, im Alter von 15 bis 16 Jahren, lernten an diesem Tag die Bedeutung des Heiligen Geistes mit seinen sieben Gaben kennen, schreibt Pastoralreferent Alexander Scherner für die Pfarrgemeinden St. Magnus und St. Agatha.

Dabei sei es allerdings nicht nur um die Wissensvermittlung, sondern auch um praktische Bezüge zum eigenen Alltag, Leben und Glauben gegangen. So wurde beispielsweise zum Stichwort Gottesfurcht ein Spaziergang in der Natur für die Jugendlichen angeregt – zum besseren Verständnis. „Wenn dich etwas erstaunt hat, oder du dir denkst: „Eigentlich ganz cool, dass es dies oder das gibt und faszinierend, wie es wohl entstanden ist“, dann wäre das ehrfürchtig.

In dem Bericht heißt es weiter: Man könnte auch sagen: „Respekt! Hätte ich gar nicht gedacht, was es so alles gibt und ist es mir noch nie so aufgefallen. Wenn du daran glauben kannst, dass Gott der Ursprung und Auslöser dieser wunderbaren Welt und Natur ist, dann zollst du Gott quasi deinen „Respekt“ für seine wunderbare Schöpfung. So, als wenn du das Kunstwerk eines Künstlers betrachtest. Das ist die Gottesfurcht.“

Im September 2020 war die Firmvorbereitung mit der Anmeldephase gestartet. Die häufig geänderten Schutzverordnungen zur Coronapandemie machten eine „übliche“ Firmvorbereitung immer wieder unmöglich. „Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Firmvorbereitung ist das Erlebnis einer Gemeinschaft. Während einer Firmfahrt und Workshops wollten wir mit den Jugendlichen dieses Gefühl der Zugehörigkeit erlebbar machen. Durch die zahlreichen Einschränkungen waren allerdings keine persönlichen Treffen möglich. Daher sind wir auf digitale Weise eine Gemeinschaft geworden. Dies konnte die persönlichen Treffen nicht ersetzen, jedoch vielleicht für etwas Abwechslung sorgen,“ so Pastoralreferent Alexander Scherner.

Einen gemeinsamen Abschluss feiern die Jugendlichen am Tag ihrer Firmung, am 13. März. Die Planungen dafür seien bereits angelaufen, müssten allerdings immer wieder den aktuellen Maßnahmen zur Pandemie angepasst werden.

„Derzeit sind Gottesdienste um 15 Uhr und 18 Uhr in der Festhalle in Everswinkel geplant, um die Teilnehmerzahl jeweils möglichst gering halten zu können. An diesem Tag wird Weihbischof Dr. Stefan Zekorn den Jugendlichen das Sakrament der Firmung spenden.

„Ich bin sehr dankbar, dass sich die Jugendlichen auf die Firmvorbereitung eingelassen haben und bis zum Ende durchgehalten haben. Mein besonderer Dank richtet sich an die ehrenamtlichen Katechetinnen und Katecheten, die nicht aufgegeben haben und mir mit innovativen Ideen zur Seite standen,“ so Scherner.

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