Gedankenaustausch zwischen Grünen und GwE
„Können uns das Leitungswasser schmecken lassen“

Everswinkel -

Die Fraktion der Grünen hat sich jetzt mit GwE-Geschäftsführer Bernhard Feikus über aktuelle „Energie- und Wasserthemen“ ausgetauscht. Ein Windrad wollen die Gemeindewerke nicht bauen. Und das Trinkwasser ist in Ordnung.

Sonntag, 31.01.2021, 10:54 Uhr aktualisiert: 31.01.2021, 11:00 Uhr
Tauschten sich aus (jeweils v.l.): Karl Stelthove (Fraktionssprecher), Karin Möllmann (Gast), Bernhard Feikus (GwE-Geschäftsführer); Jürgen Günther, Reimund Wernery, Marion Schniggendiller (stellvertretende Fraktionssprecherin); Janina Schade, Markus Thews (Ortsverbandssprecher) und Andreas Franitza.Foto: privat
Tauschten sich aus (jeweils v.l.): Karl Stelthove (Fraktionssprecher), Karin Möllmann (Gast), Bernhard Feikus (GwE-Geschäftsführer); Jürgen Günther, Reimund Wernery, Marion Schniggendiller (stellvertretende Fraktionssprecherin); Janina Schade, Markus Thews (Ortsverbandssprecher) und Andreas Franitza.Foto: privat

Die Fraktion Bündnis 90 /Die Grünen hat sich jetzt mit dem Geschäftsführer der Gemeindewerke Everswinkel, Bernhard Feikus , zu einem Gedankenaustausch getroffen. Vor dem Hintergrund der sich häufenden trockenen Sommer und der Ausweisung von immer mehr Baugebieten, aktuell insbesondere Bergkamp III, wurden die Themen Wasserkapazitäten, Trinkwasserqualität und eventuelle Nitratbelastungen des Trinkwassers angesprochen, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen. Daneben ging es um Photovoltaikanlagen und Windkrafträder.

Von Bernhard Feikus gab es durchweg gute Nachrichten. Die Trinkwasserversorgung für Everswinkel und Alverskirchen sei gesichert. Dennoch sieht er es laut Bericht durchaus kritisch,wenn in heißen Sommermonaten gleichzeitig Rasenflächen gesprengt werden. „Das Trinkwasser unserer Gemeinde hat eine hervorragende Qualität. Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium werden absichtlich nicht herausgefiltert und heben so den Gesundheitswert des Wassers für die Verbraucher.“ Es gebe Kalkablagerungen, die für den Gesundheitswert des Wassers unbedeutend seien.

Um eine Keimentwicklung auszuschließen, wird das Trinkwasser bei der Aufbereitung mit UV-Strahlen desinfiziert. „Wir können uns unser Leitungswasser also schmecken lassen“, so Feikus laut Bericht. Positiver Nebeneffekt: „Leitungswasser hat gegenüber Mineralwasser in Flaschen einen deutlich niedrigeren ökologischen Fußabdruck, ist nachhaltig und schont den Geldbeutel des Verbrauchers“, so die stellvertretende Fraktionssprecherin Marion Schniggendiller.

Zur Nitratbelastung sagte Feikus: „Von allem, was auf den Acker geht, wird irgendwann etwas über das Grundwasser auf unseren Tischen landen. Die Nitratbelastung unserer Brunnen liegt aktuell mit weniger als 50 Milligramm je Liter unter dem zugelassenen Grenzwert.“

Beim Thema Energiemanagement werden Photovoltaikanlagen von GwE-Geschäftsführer Feikus ganz klar favorisiert. „Diese Anlagen faszinieren mich seit 20 Jahren. Grundsätzlich sind die Verdienstmöglichkeiten für Privatleute zwar geringer geworden, wirtschaftlich sind sie dennoch und funktionieren auch im hohen Alter noch tadellos“, wird Feikus zitiert.

Jeder könne sich über das Photovoltaikkataster informieren. Feikus verwies dabei auf die Stadt Münster, die bereits die Installation von Photovoltaikanlagen fördert.

Zum Stichwort Windkraftanlagen, insbesondere zu den ins Stocken geratenen Planungen nördlich von Everswinkel, erläuterte Feikus: „Die GwE wird dort vorerst keine eigene Anlage errichten und betreiben. Die Art Anlagen, die dort geplant sind, sind für die GWE nicht machbar.“

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