Schneeräumung beim DMK
Vereint gegen das Chaos

Everswinkel -

Das Aufatmen in Sachen Straßenverkehr nach der zweitägigen „Schneelawine“ hat begonnen. Das ganz große Chaos ist beseitigt, die Hauptadern der Mobilität sind weitgehend von der weißen Blockade befreit, in den kleineren Wohnstraßen geht das Aufräumen weiter. Auch beim Deutschen Milchkontor war der Sonntag ein Schnee-Kampftag.

Freitag, 12.02.2021, 08:19 Uhr
Mittlerweile ist der Kampf gegen die Schneemassen beim Deutschen Milchkontor gewonnen. Am Sonntag halfen Garten- und Landschaftsbauer, das Everswinkeler Werk zugänglich zu machen.
Mittlerweile ist der Kampf gegen die Schneemassen beim Deutschen Milchkontor gewonnen. Am Sonntag halfen Garten- und Landschaftsbauer, das Everswinkeler Werk zugänglich zu machen. Foto: privat

Der Wochenstart wurde für diejenigen, die ins Auto oder in den Lkw steigen mussten, zur echten Prüfung. Auch für die Mitarbeiter des Deutschen Milchkontors (DMK) und die Landwirte, die für den Rohstoff- und Warenfluss des Unternehmens sorgen, waren es belastende Tage. So einen „Kraftakt“ hatten selbst Mitarbeiter, die schon über 20 Jahre im Unternehmen sind, noch nicht erlebt.

Rückmeldungen an die Konzernzentrale zeigen, wie außergewöhnlich die Situation war.

So berichtet beispielsweise Thomas Schulz , wie er in Everswinkel die Zuspitzung der Lage am Sonntagmorgen erlebte. „Wir hatten uns bereits frühzeitig auf den Schneefall vorbereitet, und ein Mitarbeiter sollte mit einem Hoflader das Werksgelände räumen. Aber am Sonntag gegen 5 Uhr schrieb mir mein Mitarbeiter Werner Kortenjann, ‚Chef, ich schaff‘s alleine nicht mehr‘.“ Man habe deshalb binnen kürzester Zeit reagieren und umschalten müssen. „Wir haben größere Geschütze aufgefahren.“

Über den kurzen Draht bat das DMK den Garten- und Landschaftsbaubetrieb Eikelmann um Unterstützung, der dann mit einem Radlader Hilfe leistete. Thomas Schulz musste das alles erst einmal von zu Hause aus organisieren, da auch sein eigenes Fahrzeug eingeschneit war. Dann machte er sich zu Fuß auf den rund vier Kilometer langen Weg bis zum DMK-Werk.

„Mit dem Radlader sind wir zunächst gut vorangekommen, aber die Schneemassen wurden im Laufe des Tages immer größer.“ Somit wurde ein zweites Räumfahrzeug organisiert, doch auch das reichte irgendwann nicht mehr. So leistete auch der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Schulze Tertilt Hilfe, der zudem auch am Tiefkühlcenter freiräumte. „Letztendlich haben wir dann Sonntagabend noch einen Trecker besorgt, der gemeinsam mit unserem Hoflader den Schnee zusammengeschoben hat, während die Radlader den Schnee vom Gelände geschafft haben. So konnten wir allmählich die Lage in den Griff bekommen“, bilanziert Schulz. Auch die DMK-Standorte in Georgsmarienhütte und Erfurt waren von dem Schneestreifen betroffen.

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