Erweiterung des Vitus-Sportcenters
Liberale sehen noch offene Fragen

Everswinkel -

Jetzt wird es konkret in Sachen Erweiterung des Vitus-Sportcenters und Verlagerung von drei Tennisplätzen. Die nötige Bebauungsplanänderung als grundlegende Voraussetzung – neben den erhofften Mitteln aus dem NRW-Programm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ – wurde jetzt vom Planungsausschuss eingestielt.

Donnerstag, 18.02.2021, 08:22 Uhr aktualisiert: 18.02.2021, 17:10 Uhr
Im Rahmen des Anbau-Projekts will der SC DJK drei seiner Tennisplätze auf die freie Wiese vor dem Saunadorf verlagern.
Im Rahmen des Anbau-Projekts will der SC DJK drei seiner Tennisplätze auf die freie Wiese vor dem Saunadorf verlagern. Foto: Klaus Meyer

Wesentlicher Punkt ist die Aufhebung der bisherigen „Sondergebietsfläche Hotel“ auf der freien Wiese zwischen Sportcenter und Vitus-Saunadorf. „Man hat damals die Vorstellung gehabt, dass es hier eine Hotel-Möglichkeit geben wird“, erläuterte Bau- und Planungsamtsleiter Norbert Reher . Die Nachfrage hat sich allerdings nie ergeben. Die Gemeindeverwaltung möchte nun die gesamte Fläche „anfassen“ und überplanen; also auch den Bereich der derzeitigen fünf Tennisfelder an der Alverskirchener Straße, die entfallen werden. Die Planänderung soll im vereinfachten Verfahren mit geringerem Aufwand und Zeitverlust erfolgen.

Für uns sind aber noch ganz viele Parameter zu klären.

Kirsten Heumann

Von den vier Ratsfraktionen gab es für diesen ersten Schritt einmütig Zustimmung. Aber: Für die FDP ist das Thema damit noch nicht durch. „Es ist ja alles etwas unglücklich gelaufen“, bilanzierte die Fraktionssprecherin Kirsten Heumann die bisherige Entwicklung, aber man wolle „dem Ganzen eine Chance geben“ – und dazu müsse eben zunächst Planungsrecht geschaffen werden. „Für uns sind aber noch ganz viele Parameter zu klären“ – und die seien ausschlaggebend für eine Zustimmung oder Ablehnung seitens der Liberalen.

Heumann zählt dazu die Grundstücksrechte (Erbpacht oder Schenkung), die Frage nach der Belastung für den Gemeindehaushalt, die Benennung aller förderfähigen und nicht förderfähigen Kosten für Architekt, Planung, Gutachter. die Frage nach der Regelung der Bewirtschaftungskosten sowie auch die Frage, welche Ausgleichszahlung die DJK Rot-Weiß Alverskirchen erhalten solle. Zudem müsse im Rahmen der Standortfrage auch geklärt werden, ob die Planung zukunftsträchtig sei. So stelle sich beispielsweise die Frage, ob die Zahl der aktiven Tennisspieler und die Mitgliederentwicklung in der Abteilung künftig drei Tennisplätze erfordere, deren Verlagerung ja mehr als 350 000 Euro kosten würde. Oder ob es nicht zukunftsträchtiger sei, eventuell einen Tennisplatz multifunktional zu gestalten, um dort auch andere Sportarten zu ermöglichen. Last but not least will die FDP auch geklärt wissen, ob die geplante Halle mit ihrer Fläche von rund elf mal zwölf Metern langfristig den Ansprüchen der Schießgruppe gerecht werde.

„Unterm Strich möchten wir einfach nur wissen, ist die Maßnahme sinnvoll und perspektivisch gut, und was kostet es die Gemeinde tatsächlich in Summe“, so Heumann gegenüber den WN. In der Sitzung appellierte sie an die anderen Parteien, „wir hoffen, dass wir alle Fraktionen an einen Tisch bekommen zusammen mit dem Sportverein“. Das Ziel: Verschiedene Varianten gedanklich durchzuspielen und einen Konsens hinzubekommen.

CDU-Fraktionschef Dirk Folker begrüßte die Bebauungsplanänderung als grundsätzliche Voraussetzung für das Projekt. Einem gemeinsamen Gespräch stehe man nicht im Wege, „um vielleicht eine Einstimmigkeit zu erreichen“. So sahen es auch Grüne und SPD.

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