FDP stellt Antrag zum kostenlosen Vitus-Bad-Eintritt
Freizeitausgleich für die Feuerwehr

Everswinkel -

Freier Eintritt in das Vitus-Bad. Das fordert die FDP in Everswinkel für die Mitglieder der Feuerwehr und ihre direkten Familienangehörigen.

Sonntag, 21.02.2021, 12:32 Uhr
Werben für einen freien Vitus-Bad-Eintritt für die Feuerwehrleute und deren Angehörige: Marie-Theres Steinmeier-Beese
Werben für einen freien Vitus-Bad-Eintritt für die Feuerwehrleute und deren Angehörige: Marie-Theres Steinmeier-Beese Foto: FDP

Wenn der Pieper Alarm gibt, heißt es: Alles stehen und liegen lassen, auf zum Gerätehaus und „Retten.Bergen.Löschen!“ Alles – das bedeutet allzu oft auch, die Familie zu verlassen ohne Rücksicht auf Geburtstage, Feste oder gemeinsame Freizeitplanung. Die Familien der Feuerwehrleute kennen diese Situationen, leben mit der ständigen Rufbereitschaft und der folgenden stundenlangen Abstinenz – und sind zurecht stolz auf die geleistete ehrenamtliche Tätigkeit.

Und genau hier wollen die Vitus-Liberalen ihren aktuellen Antrag verstanden wissen: den Familien mehr als nur ein Dankeschön der Gemeinschaft entgegenzubringen. „Wir haben zum Glück kein Nachwuchsproblem in unseren Wehren – noch nicht“, sagt die FDP-Ortsvorsitzende Dagmar Brockmann. „Aber man darf eben nicht vergessen, dass vor allem junge Familien mit Kindern oftmals von den Einsätzen unserer Feuerwehren direkt betroffen sind, wenn Mama oder Papa ausrücken.“ Da setzt der FDP-Antrag. Den Mitgliedern der ortsansässigen Wehren nebst den direkten Familienangehörigen soll ganzjährig ein kostenloser Zugang zum Vitus-Bad ermöglicht werden. „Diesen Freizeitausgleich mit der ganzen Familie zu nutzen, entschädigt dann ein stückweit die familiären Entbehrungen“, so Fraktionssprecherin Kirsten Heumann .

Selbstverständlich sehe man neben der Feuerwehr viele weitere ehrenamtlich tätige Mitbürger, „deren Engagement absolut förderwürdig ist“, ergänzt David Peikert. Dennoch sehe man aktuell die Feuerwehr mit ihrer 24/7-Bereitschaft in einer besonderen Situation.

Am Dienstag entscheidet der Hauptausschuss über den FDP-Antrag, „und wir hoffen, dass die anderen Fraktionen der Intention des Antrages folgen. Es ist an der Zeit, mehr als Danke zu sagen“, betont Jan Hoyer. Die Liberalen hoffen, mit ihrem Antrag den ersten Schritt hin zu einer schon lange seitens der Gemeinde angedachten Ehrenamtskarte gehen zu können. „Einem Aufbau einer Ehrenamtskarte mit erweitertem Personenkreis und/oder erweitertem Leistungskatalog stehen wir offen gegenüber“, sagt Marie-Theres Steinmeier-Beese. Sofern der Antrag auf die erhoffte breite Zustimmung treffe, könne man gleich nach der Corona-Pause starten – „das wäre doch ein gutes Signal, dass Politik entgegen häufiger Kritik doch schnell, lösungsorientiert und überparteilich arbeiten kann“, so Heumann.

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