Heimatpreise 2020 verliehen
Würdigung diesmal mit Abstand

Everswinkel -

Das Geheimnis hatte Bürgermeister Sebastian Seidel bereits am 8. Dezember vergangenen Jahres gelüftet. Mit der Erkenntnis im Hinterkopf, dass es durch die Corona-Pandemie wohl keinen Neujahrs-Empfang der Gemeinde würde geben können, verkündete er in der Schul-, Sport- und Kulturausschusssitzung das Ergebnis der Jury-Sitzung zum Heimatpreis 2020. Jetzt fand die Übergabe an die Preisträger statt – diesmal mit viel Abstand.

Dienstag, 23.02.2021, 07:39 Uhr
Bürgermeister Sebastian Seidel empfing an drei Terminen Vertreter jener drei Vereine, die mit dem Heimatpreis ausgezeichnet werden. Das obere Bild zeigt ihn (l.) mit Josef Thiemann (Mitte) und Marcel Kortenjan vom Hegering.
Bürgermeister Sebastian Seidel empfing an drei Terminen Vertreter jener drei Vereine, die mit dem Heimatpreis ausgezeichnet werden. Das obere Bild zeigt ihn (l.) mit Josef Thiemann (Mitte) und Marcel Kortenjan vom Hegering. Foto: Gemeinde

„Es ist uns schwergefallen, weil alle Vereine, die sich ehrenamtlich engagieren, eigentlich gefördert werden müssten“, hatte der Ausschuss-Vorsitzende Werner Lemberg seinerzeit betont. An den leidlichen, durch die Pandemie verursachten Rahmenbedingungen hat sich seitdem nichts geändert. Ein gemeinsames Treffen aller Preisträger war somit nicht möglich. Die Gemeindeverwaltung bemühte sich indes dennoch um eine würdigte Preisverleihung. Zu der lud Bürgermeister Sebastian Seidel jeweils zwei Vertreter der drei Vereine – Hegering, „Die Bänker“ und das Katholisches Bildungswerk – in drei Einzelterminen ins Rathaus ein.

Der Bürgermeister lobte bei diesem zum zweiten Mal seitens der Gemeinde ausgelobten Heimatpreis das Engagement der Preisträger. „Heimat ist kein vorgegebener Zustand, sondern ein öffentlicher Raum, der Begegnung mit anderen möglich macht, heißt es in der Bewerbung. Dabei ist es immer auch wichtig, dass wir uns vor Augen führen, was unsere Heimat ausmacht.“ So bereichere das Katholische Bildungswerks mit seinen Veranstaltungen das Gemeindeleben. Der dritte Preis, dotiert mit einer Prämie in Höhe von 1000 Euro, ist dafür der Dank.

Für „die Bänker“ waren Ernst Wiesmann (l.) und Hubert Herzog (v.l.) dabei.

Für „die Bänker“ waren Ernst Wiesmann (l.) und Hubert Herzog (v.l.) dabei. Foto: Gemeinde

Seit etlichen Jahren schon sorgen auch die Alverskirchener „Bänker“ für eine Bereicherung. Dabei geht es aber nicht – wie der Name vermuten lassen könnte – um Finanzen, sondern um gemütliche Orte des Verweilens. Die Aktiven „kümmern sich seit 35 Jahren um Bänke und Sitzgruppen im Alverskirchener Außenbereich, damit Einheimische und Auswärtige Rast machen und beim Verweilen die Schönheiten unserer Heimat genießen können“, hob Seidel hervor. Mit dem zweiten Platz und einer finanziellen Anerkennung in Höhe von 1500 Euro wird dieses Engagement fürs Gemeinwohl gewürdigt.

Mit dem 1. Platz und einem Preisgeld von 2500 Euro werden die unermüdliche Hege und Pflege der heimatlichen Landschaft durch den Hegering Everswinkel belohnt. „Ob die Anlage von Biotopen, die Pflege der Landschaft, die jährliche Müllsammelaktion mit LOV und KLJB – unsere Heimat liegt Euch am Herzen und diese Liebe zur Heimat gebt Ihr auch weiter“, stellte Seidel das Engagement des Vereins heraus.

Schon jetzt ist klar, dass es auch im kommenden Jahr erneut einen Heimatpreis in der Vitus-Gemeinde geben wird. Dazu wird die erforderliche politische Beschlussvorlage für den Schul-, Sport- und Kulturausschuss derzeit vorbereitet, um dann in Kürze zur Entscheidung vorgelegt zu werden. „Wenn dann erneut ein Förderbescheid des Landes Nordrhein-Westfalen ins Rathaus flattert, können sich Vereine und Gruppierungen wieder um den Heimatpreis bewerben.“ Entsprechende Informationen zum Prozedere will die Gemeindeverwaltung dann zeitnah über die Presse vermitteln.

Das Katholische Bildungswerk erhielt den 3. Preis. Das Bild zeigt Bürgermeister Sebastian Seidel mit Barbara Hobbeling und Hans Kösters (v.l.).

Das Katholische Bildungswerk erhielt den 3. Preis. Das Bild zeigt Bürgermeister Sebastian Seidel mit Barbara Hobbeling und Hans Kösters (v.l.). Foto: Gemeinde

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