Farmsaat AG erweitert Unternehmenszentrale
Mehr Raum fürs Wachstum

Everswinkel -

Zustimmung gab‘s von allen Seiten. Und nicht nur das. Das positive Votum der vier Fraktionen wurde auch noch mit einem Lob verbunden. Die Planung wurde als ästhetisch gelungen bezeichnet, die Grünen sprachen gar von einer nachhaltigen Planung, die „viel Grünes“ beinhalte. Die Farmsaat AG darf erweitern.

Freitag, 26.02.2021, 08:34 Uhr aktualisiert: 26.02.2021, 08:40 Uhr
Das Unternehmen Farmsaat AG will die Firmenzentrale erweitern, um mehr Raum für Arbeitsplätze zu schaffen.
Das Unternehmen Farmsaat AG will die Firmenzentrale erweitern, um mehr Raum für Arbeitsplätze zu schaffen. Foto: Klaus Meyer

Erst 2018 war die Firmenzentrale im Gewerbebereich Rott durch einen zweigeschossigen Anbau erweitert worden, nun herrscht erneut Platzmangel – mehr Bürofläche ist nötig. Das 2007 gegründete und 2011 in eine Aktiengesellschaft umgewandelte Unternehmen hat als Produzent und Anbieter von Sorten und Saatgut im Bereich Mais, Sorghum, Raps und Gräsermischungen mittlerweile einen Jahresumsatz von 50 Millionen Euro erreicht und beliefert einen europaweiten Markt. Von den 40 festangestellten Mitarbeitern ist rund die Hälfte am Standort Everswinkel tätig. Vor dem Hintergrund der weiteren Digitalisierung und den steigenden Anforderungen des Direktvertriebs sollen in Everswinkel weitere Mitarbeiter eingestellt werden. Um die notwendige räumliche Kapazität auszubauen, ist die Aufstockung des Hauptgebäudes um ein drittes Geschoss geplant.

Das dann zehn Meter hohe Gebäude würde knapp über den Festsetzungen des Bebauungsplanes liegen, so dass dieser geändert werden muss. Bau- und Planungsamtsleiter Norbert Reher bezeichnete die bauliche Lösung der Farmsaat AG als „super Idee“ und eine Gebäudehöhe von zehn oder gar 14 Metern im hinteren Bereich als „unproblematisch“. Es sei sinnvoll, „die Nachbargrundstücke mitzunehmen“ und den Bebauungsplan insgesamt anzupassen.

CDU-Fraktionschef Dirk Folker nickte zufrieden. „Das ist ein Paradebeispiel dafür, wie wir uns gewerbefreundliches Handeln in Everswinkel vorstellen.“ Es sei zudem „sicherlich sinnvoll, aufzustocken statt ein neues Gebäude zu erstellen“. Fraktionskollege und Ausschussvorsitzender Lars Thiemann stimmte da mit ein. „Es freut uns, dass wir keinen Flächenfraß haben, aber dennoch erweitern können.“

Volle Zustimmung auch seitens der FDP . Es sei ein „dezentes, schönes Gebäude, nachhaltig und passt sich wunderbar ein“, stellte Fraktionssprecherin Kirsten Heumann fest. Die FDP sei generell für die Unterstützung von Unternehmen, die sich vergrößern wollten. Bernd Wesbuer von der SPD bezeichnete die Erweiterung als „begrüßenswert, vor allem, weil es ein Unternehmen von hier ist“. Andreas Franitza von den Grünen schloss sich an: „Wir finden das Vorhaben sinnvoll.“ Der Planungsausschuss machte einstimmig den Weg dafür frei.

Die Farmsaat AG, die mit rund 500 freien Mitarbeitern agiert, europaweit an 23 Standorten Mais- und Sojasorten züchtet und in fünf Ländern das Saatgut auf Vermehrungsflächen erzeugt, ist nach eigenen Angaben weiterhin auf Wachstumskurs. Der werde vor allem durch den Markteintritt in Frankreich geprägt, dem größten europäischen Maismarkt. Mittlerweile liege das Unternehmen in Deutschland unter den 24 Marktteilnehmern auf dem vierten Platz.

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