Bernward Gorschlüter hat seinen Beruf zum Hobby gemacht
Große Liebe zum Material Holz

Alverskirchen -

Bernward Gorschlüter ist in Everswinkel und Alverskirchen kein Unbekannter. Der gelernte Tischlermeister, seit einigen Jahren im Ruhestand, gibt sein Fachwissen gerne im Rahmen von Workshops bei unterschiedlichen Einrichtungen und Institutionen weiter. Seine kreativen Holzarbeiten haben inzwischen viele Freunde gefunden. Auf Hobby-Börsen sind seine Arbeiten beliebte Kaufobjekte.

Samstag, 03.04.2021, 13:38 Uhr aktualisiert: 03.04.2021, 13:40 Uhr
Futterhäuschen, Nistkästen und Insektenhotels gehören zu den Holzarbeiten, die in der Werkstatt von Bernward Gorschlüter entstehen.
Futterhäuschen, Nistkästen und Insektenhotels gehören zu den Holzarbeiten, die in der Werkstatt von Bernward Gorschlüter entstehen. Foto: Günther Wehmeyer

„Als Corona noch keine Rolle spielte, habe ich regelmäßig in der Offenen Ganztagsschule in Everswinkel, im Seniorenzentrum Haus St. Magnus und bei der Männergemeinschaft Allverskirchen Workshops durchgeführt“, nennt der in Alverskirchen wohnende Pensionär nur einige seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten. „Manchmal bin ich auch in Kindergärten und repariere dort das Holzspielzeug.“ Zudem ist Gorschlüter mit seinen Exponaten bei zahlreichen Hobby-Börsen der Region vertreten. Tannenbaumeinkäufer auf dem Hof Püning haben ihn schon seit einigen Jahren in der Vorweihnachtszeit mit dem Angebot seiner Arbeiten kennen lernen können.

Die Palette dessen, was in seiner Werkstatt entsteht, ist inzwischen sehr beeindruckend. „Mein Angebot hat sich in den letzten zehn Jahren stetig weiterentwickelt“, räumt Gorschlüter ein. „Weil ich mich der Natur sehr verbunden fühle, habe ich schon früh mit dem Bau von Futterhäuschen und Nistkästen begonnen“, erzählt er. Dabei habe er sich von Angeboten im Fachhandel inspirieren lassen und dabei gedacht, „das kann ich besser und auch günstiger.“ Und so entstanden die bunten, verspielt wirkenden Nistkästen für Meisen, die so etwas wie ein Markenzeichen für sein Angebot geworden sind. Es gibt sie in unterschiedlichsten Farben und Ausführungen. Bei rechtzeitiger Bestellung können sogar eigene Vorstellungen und Wünsche berücksichtigt werden. „Auf Wunsch fertige ich auch Kästen in Vereinsfarben eines Fußballclubs an“, unterstreicht er die Individualität seiner Erzeugnisse.

Die bunten Nistkästen von Bernward Gorschlüter zieren viele Gärten in Everswinkel und Alverskirchen.

Die bunten Nistkästen von Bernward Gorschlüter zieren viele Gärten in Everswinkel und Alverskirchen. Foto: Günther Wehmeyer

Aber bei Nistkästen und Futterhäuschen sollte es nicht bleiben. Inzwischen entstehen Insektenhotels sowie Futterkästen für Eichhörnchen und Fledermauskästen unter seinen Händen. Die Grenzen der Kreativität von Bernward Gorschlüter waren damit jedoch immer noch nicht erreicht. „Ich fertige schon seit einiger Zeit zusätzlich Deko-Artikel für die unterschiedlichsten Verwendungen“, macht er im Gespräch mit den WN neugierig. Er zeigt dabei einige Handy-Fotos von Hobby-Börsen, auf denen er mit einem Stand vertreten war. Darauf sind prächtige Stelen aus Eiche und Tierfiguren unterschiedlichster Art zu sehen. Dazu kommen noch verschiedene Holz-Skulpturen in allen Größen.

Neu in Gorschlüters Angebot sind Weihnachtskrippen. „Die fertige ich auch gerne in Größe und Gestaltung nach den Wünschen meiner Kunden.“ Aber auch damit ist Gorschlüters Wirkungsbereich noch nicht vollständig beschrieben. „Oft stehen bei manchen Leuten Reparaturarbeiten an Stühlen, Tischen und Bänken an, für die sich kein Fachbetrieb so ohne weiteres finden lässt“, berichtet er. Ich mache so etwas gerne, denn so komme ich mit vielen Leuten ins Gespräch.“ Überhaupt lässt der aktive Ruheständler erkennen, dass die vielen persönlichen Kontakte sowohl auf den Märkten als auch in seiner Werkstatt, für ihn sehr wichtig sind.

Auf seine Zukunftspläne angesprochen, wünscht sich Gorschlüter, dass er seine jetzige Tätigkeit noch möglichst lange ausüben kann. „Ich habe jetzt als Rentner meinen Beruf zu meinem Hobby gemacht, und etwas Schöneres kann ich mir nicht vorstellen“. Die Zufriedenheit mit seiner jetzigen Lebenssituation ist ihm dabei deutlich anzumerken.

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