Karl Stephan Schulte zum Spitzenkandidaten gewählt
Linke hoffen auf drei Sitze im Kreis

Kreis Warendorf -

Mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Karl Stephan Schulte als Spitzenkandidaten zieht „Die Linke“ in die Kreistagswahl am 25. Mai. Die Wahlversammlung am Samstagnachmittag im Ahlener Bürgerzentrum hatte zuvor beschlossen, dass die Reserveliste zwölf Plätze haben wird, und dass die Frauenquote greift.

Montag, 27.01.2014, 05:01 Uhr

Nach den Worten des Kreisvorsitzenden Reiner Jenkel ( Ahlen ) habe die Partei praktisch keine Aussicht auf Direktmandate. Er hielt es aber für möglich, dass „ Die Linke “ drei Kreistagssitze über die Reserveliste erhalte.

Am Mittag hatte es bereits eine Mitgliederversammlung zur Beratung des Kreiswahlprogramms gegeben. „Falls wir mit der Programmdiskussion nicht fertig werden, wird die Beratung an einem anderen Termin fortgesetzt“„ erklärte Reiner Jenkel. Und so war es auch. Da zahlreiche Änderungsanträge vorlagen, wurde über einige Punkte lange gesprochen. So ging es auch um einen Antrag, „Männerhäuser und Schutzeinrichtungen für Gewaltopfer“ mit aufzunehmen.

Der Kreischef warnte davor, den Begriff „Männerhaus“ zu verwenden. Einige weibliche Mitglieder fürchteten, dass die Einrichtung „Frauenhaus“ abgewertet werde. Knut Vöcking (Sassenberg) zur Gewalt gegen Ehemänner: „Es gibt das Problem in der Gesellschaft.“ So kam es zu verschiedenen Formulierungen. Letztlich entschieden die Mitglieder das Wort „Frauenhaus“ beizubehalten und einen neutralen Begriff für Gewalt gegen Männer zu wählen.

Bei der Wahlversammlung stellten sich alle zwölf Kandidaten ausführlich vor. Für den ersten Listenplatz hatte der Vorstand Stephan Schulte (Vorhelm) vorgeschlagen, der mit überwältigender Mehrheit auf den Spitzenplatz gewählt wurde. Der Fraktionsvorsitzende forderte: „Wir müssen eine Fortschreibung des Kreisentwicklungsprogramms erreichen.“ Dazu sprach er sich für eine „stärkere Kontrolle des Jobcenters“ aus. Auf Platz 2 kam Sandra Riveiro Vega (Ahlen). Die spanische Staatsbürgerin ist bereits sachkundige Bürgerin. Knut Vöcking (Sassenberg) hoffte auf eine vergrößerte Fraktion, damit auch noch der Listenplatz 3 für einen Einzug in den Kreistag reiche.

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