Geplante Fusion in der Zementindustrie und ihre Folgen
Keine Sorge um Arbeitsplätze

Beckum -

Die Zementindustrie ist ein wichtiger Arbeitgeber im Kreis Warendorf. Knapp 500 Menschen arbeiten in den heimischen Zementwerken. Sie alle dürften gespannt verfolgen, wie sich die geplante Megafusion in der Zementbranche entwickelt.

Freitag, 11.04.2014, 10:04 Uhr

Davon betroffen ist auch das Zementwerk Cemex am Kollenbach in Beckum .

Denn das sollte im Rahmen eines Tauschgeschäftes den Besitzer wechseln und von Cemex an den Schweizer Holcim Konzern übergehen. Holcim will dadurch seine Position auf dem deutschen Markt ausbauen, im Gegenzug kann Cemex in Tschechien und Spanien Fuß fassen.

Doch bevor es zu diesem „Tausch“ kommt, macht der Holcim Konzern andere Schlagzeilen. Er will 2015 mit dem französischen Konkurrenten Lafarge fusionieren. Die Nummer eins aus der Schweiz und die Nummer zwei aus Frankreich würden so zum größten Zementkonzern der Welt.

Sollten die Kartellbehörden zustimmen, würde das Cemex-Werk in Beckum zum weltweit größten Zementkonzern gehören.

Was diese Fusion für die heimische Zementindustrie bedeuten kann, vermochte Jochen Klein , Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Zement und Baustoffe gestern nicht einzuschätzen. „Das ist alles noch offen, aber es besteht kein Anlass zur Sorge für die Beschäftigten“, sagte Klein.

Auch Überlegungen, dass der Konkurrent Heidelberg-Cement (Ennigerloh) – nach Holcim und Lafarge der drittgrößte Baustoffriese – von der Fusion profitieren könne, seien „reine Spekulation und viel Kaffeesatzleserei“.

Generell profitiert die deutsche Zementindustrie derzeit vor allem vom Bauboom etwa in China oder anderen Schwellenländern. Dort entstehen neue Absatzmärkte

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