Schreibwerkstatt auf Haus Nottbeck
Aber bitte keine Klapperreime

Oelde -

Können Gedanken galoppieren? Oder wäre fliegen passender? Bei den Teilnehmern der Schreibstattwerkstatt, der in der vergangenen Woche auf Haus Nottbeck stattfand, ging es auch um solche Formulierungsfragen.

Montag, 14.07.2014, 16:07 Uhr

Die Aufgabe, die Ellen Widmaier den Teilnehmerinnen – die vier Jungen waren eindeutig in der Minderheit – am Freitagmorgen gestellt hatte, lautete, fünf Zweizeiler zu dichten, die sich aber nicht reimen sollten. „Bitte keinen dieser Klapperreime “, hatte sie als Bedingung gestellt.

Gemeinsam mit ihrem Schriftstellerkollegen Ralf Thenior leitete die in Dortmund lebende Autorin die Schreibwerkstatt . „Der Kurs war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht“, berichtet Nadine Brinkmann vom Literaturbüro Unna , wobei die Teilnehmer aus ganz NRW kamen. Das Büro betreut seit einigen Jahren die Schreibwerkstatt auf dem Kulturgut Haus Nottbeck.

„Ursprünglich hatten wir selbstständig eine Schreibwerkstatt in den Ferien eingerichtet“, erinnert Kulturgut-Manager Dirk Bogdanski an die Anfänge, „damals noch unter dem Label Letterclub“. Nachdem das Literaturbüro Unna die Regie übernommen hat, segelt der Kurs unter der Überschrift Schreibwerkstatt. Die Leitung ist allerdings dieselbe geblieben. „Ich habe mich von allen anderen meiner Workshops getrennt“, erläutert Ellen Widmaier im Gespräch. Aber diese Schreibwerkstatt sei ihr ans Herz gewachsen, nicht zuletzt wegen der besonderen Atmosphäre auf dem alten Rittergut. Was der Schriftstellerin besonders gefällt, ist die offene und konstruktive Art, mit der die Teilnehmer miteinander umgehen. Sie achte auch darauf, dass jeder zu Wort kommt und sich keiner ausklinkt, wenn es gilt, sachliche Kritik zu üben.

Unter den 29 Teilnehmern, die die beiden Leiter in zwei Altersgruppen – 12 und 13, 13 bis 15 – aufgeteilt haben, sieht Ellen Widmaier zwei oder drei echte Talente. „Ich sehe auch in diesem Jahr wieder viele bekannte Gesichter“, stellt die Dortmunderin fest. Zwar gebe es kein direktes Feedback, aber die Tatsache, dass viele Teilnehmer den Kurs mehrere Jahre hintereinander besuchten, werte sie als Zeichen für die gute Resonanz.

Auch für Freizeitaktivitäten ist des einwöchigen Kurses gesorgt. Darum kümmerte sich Verena Meißer als Diplom-Sozialsozialarbeiterin. Wen wundert´s, dass es in der Endphase der Fußball-WM auch um das Runde ging, das ins Eckige soll.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2613756?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F1808486%2F2592748%2F4852545%2F
Nachrichten-Ticker