Unternehmen muss sich im Umweltausschuss rechtfertigen
Eurobahn fährt zu oft hinterher

Kreis Warendorf -

Kommt sie oder kommt sie nicht? Die Rede ist von der Eurobahn vor allem auf der Strecke Bielefeld-Münster, auf der seit Dezember 2013 die RB 67 „Der Warendorfer“ der Eurobahn (Keolis) verkehrt.

Dienstag, 30.09.2014, 16:09 Uhr

Die Pünktlichkeit der Eurobahn auf der Linie Bielefeld-Münster über Warendorf ließ über weite Strecken dieses Jahres zu wünschen übrig. Die Verantwortlichen der Eurobahn gelobten am Freitag bei einem Termin im Kreishaus Besserung. .
Die Pünktlichkeit der Eurobahn auf der Linie Bielefeld-Münster über Warendorf ließ über weite Strecken dieses Jahres zu wünschen übrig. Die Verantwortlichen der Eurobahn gelobten am Freitag bei einem Termin im Kreishaus Besserung. . Foto: Lins

Nicht gerade zur Zufriedenheit der Fahrgäste, so dass der Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt und Planung zu seiner Sitzung am Freitag Vertreter der Eurobahn , der Deutschen Bahn und den Geschäftsführer des Zweckverbandes SPNV Münsterland eingeladen hatte.

Der bei der Eurobahn für den Verkehrsbetrieb zuständige Leiter Marcus Klugmann überraschte die Politiker damit, dass die Eurobahn für 80 Prozent der Verspätungen nicht verantwortlich sei. Der DB-Grundsatz „Schnell vor langsam“ führe auf der Strecke immer wieder zu Verspätungen, weil die Strecke in Gütersloh und Herford neuralgische Kreuzungspunkte mit der ICE aufweise, wo die RB 67 und die RB 71 Bielefeld-Rahden) gezwungen sei, auf den Fernverkehr zu warten.

Eine gewisse Entlastung sei dadurch eingetreten, dass der RB 67 in Münster zuverlässig von Gleis 17 abfahre und ankomme, weil dadurch zeitaufwendige Wendemanöver unterblieben. Besonders ärgerlich aus Sicht der Kunden seien sicherlich Zugausfälle, die sich im Sommer dieses Jahres gehäuft hätten. Der Leiter des operativen Geschäfts bei Keolis , Thomas Görtzen, räumte ein, dass diese massiven Ausfälle auf eine einmalige betriebsinterne Sicherheitsüberprüfung zurückzuführen sei.

Josef Schmedding (CDU) rügte die oft mangelhafte Information der Fahrgäste auf dem Bahnsteig bei Verspätungen oder Ausfällen. Dazu merkte Ansgar Wissen von DB Station und Service an, dass das Einpflegen von Verspätungen oder Ausfällen in das Info-Netz 20 Minuten in Anspruch nehme.

Raphaela Blümer (Grüne) beklagte die häufigen Ausfälle und Verspätungen auch auf der Linie Bielefeld  /Paderborn-Münster mit Halt in Drensteinfurt. Sie sehe sich als Pendlerin gezwungen, oft eine frühere Verbindung zu wählen als eigentlich nötig.

Kreisbaurat Friedrich Gnerlich forderte die Eurobahn auf, vor allem an ihrer Kommunikation zu arbeiten. Es könne nicht sein, dass Schüler oder Pendler nach Münster im Unklaren gelassen würden. Notfalls müsse man für Sicherheitsersatzverkehr sorgen. Die Unzufriedenheit sei selbst bei der jüngsten Bürgermeisterkonferenz Thema gewesen.

SPNV-Zweckverbandsgeschäftsführer Geuckler bescheinigte der Eurobahn nach anfänglichen Problemen jetzt auf einem guten Weg zu sein.

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