Mit Bobbycars & Co. dem „Lagerkoller“ vorbeugen
Neue Notunterkunft für Flüchtlinge in Warendorf

Warendorf -

350 Betten aufbauen, Toilettenwagen aufstellen, und dann muss noch ein großes Zelt her, in dem die Flüchtlinge essen können. Das alles in wenigen Tagen zu stemmen, klappt nur, weil viele anpacken – auch etliche Freiwillige. „Wir können weiterhin jede Hilfe gebrauchen“, sagt Quartiermeister Holger Schlegel (DRK), der die neue Notunterkunft in der Dreifachhalle des Berufskollegs in Warendorf leitet. Bis zu 350 Flüchtlinge finden hier Aufnahme. Woher sie kommen, wie viele Kinder dabei sind – das alles ist unbekannt. In den ersten Wochen werden auch mehrere Mitarbeiter der Kreisverwaltung hier ihren Dienst tun, erzählt Petra Schreier, Dezernentin des Kreises. Zuerst werden alle Neuankömmlinge registriert und von Ärzten untersucht – in einem Gebäude außerhalb der Notunterkunft. Das DRK Warendorf, Betreiber der Notunterkunft, freut sich über Unterstützung. Gesucht werden zum Beispiel Menschen, die Arabisch, Albanisch, Englisch und Französisch beherrschen und übersetzen können. Gerne gesehene Spenden sind neben Kleidung auch Bobbycars, Tisch-Fußball oder Bälle. „Wir wollen einen Spielraum für die Kinder einrichten. Denn die Flüchtlinge leben auf engem Raum zusammen“, sagt Schlegel. „Wir wollen so einem Lagerkoller vorbeugen.“ In der Nacht zum Dienstag sind jetzt die ersten 130 Flüchtlinge eingetroffen. Sie stammen mehrheitlich aus Pakistan, Afghanistan, Syrien, Äthiopien und dem Irak. Auch in Beckum, Oelde und Ahlen werden zur Zeit weitere Notunterkünfte vorbereitet. Wer helfen will, findet Infos unter www.drk-warendorf.de

Dienstag, 22.09.2015, 12:09 Uhr

Mit Bobbycars & Co. dem „Lagerkoller“ vorbeugen : Neue Notunterkunft für Flüchtlinge in Warendorf
Auf engem Raum leben die Flüchtlinge in der Notunterkunft in Warendorf zusammen. Foto: Kopmann
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