Zusage der Bauern
Gewässerschutz verbessern

KREIS WARENDORF -

Klare Worte beim Jahresgespräch zwischen Kreisverwaltung und Vertretern: „Was nicht ins Wasser gehört, darf da auch nicht rein“, so Hermann-Josef Schulze-Zumloh.

Dienstag, 22.03.2016, 15:03 Uhr

Der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes nahm Stellung zur Tatsache, dass derzeit an etlichen Stellen im Münsterland Abwasserpilze gefunden werden. „Wo die Landwirtschaft Verursacher ist und nachbessern muss, wird sie es tun. Wir müssen Wert legen auf saubere Hofstellen“, so der Landwirt.

Diese klare Positionierung, nimmt auch die Kreisverwaltung ein: „Wir möchten ein Informationsblatt herausgeben mit Beispielen, was ein Landwirt auf seinem Hof verbessern kann, um Einträge ins Wasser zu vermeiden“, so Landrat Dr. Olaf Gericke .

Sichtlich erleichtert berichtete Kreisveterinär Dr. Andreas Witte auch von den Bemühungen, die Rinderseuche BHV1 erfolgreich bekämpft zu haben. „Wir sind BHV1-frei“, so der Veterinärmediziner.

Seit Sommer 2014 müssen außerdem alle Landwirte mit Masttieren ab einer bestimmten Bestandsgröße in eine Antibiotika-Datenbank eintragen, welche Antibiotika verabreicht wurden. Aus den Daten wird die Therapiehäufigkeit ermittelt. Hieraus ergibt sich, ob für den jeweiligen Bestand wenig oder viel Antibiotika im Vergleich zu anderen Betrieben verabreicht wurden. Bei auffälligen Betrieben erstellen die Landwirte mit ihren Tierärzten nach ausführlicher Ursachenforschung gezielt Maßnahmenpläne.

„Bis zum 31. Januar waren die Maßnahmenpläne für den zweiten Durchgang einzureichen. Ein Vergleich der Daten zwischen dem ersten und zweiten Durchgang zeigt, dass sich die Therapiehäufigkeit schon verringert hat. Ich gehe davon aus, dass die ergriffenen Maßnahmen zu einer weiteren Verringerung des Antibiotikaeinsatzes führen werden“, so Dr. Andreas Witte.

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