Klimaschutz
Abwärme heizt Olympiabad

Ennigerloh -

Vorhandene Wärme nutzen ist nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, es spart auch Geld.

Sonntag, 17.04.2016, 10:04 Uhr

Mit der Abwärme, die am Entsorgungszentrum  entsteht, wird das Olympiabad in Ennigerloh geheizt. Das Foto zeigt (v. l.): Berthold Lülf, Thomas Grundmann, Carola Heuckmann, Jörg Hammelmann und Markus Pahlenkemper,
Mit der Abwärme, die am Entsorgungszentrum  entsteht, wird das Olympiabad in Ennigerloh geheizt. Das Foto zeigt (v. l.): Berthold Lülf, Thomas Grundmann, Carola Heuckmann, Jörg Hammelmann und Markus Pahlenkemper, Foto: Schniederjürgen

In Ennigerloh haben sich jetzt die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises (AWG) und die Logistikfirma Hammelmann zu einer wohltemperierten Zusammenarbeit zusammengefunden. Die versorgt das Olympiabad mit Abwärme aus dem Entsorgungszentrum. Möglich machen das die speziellen Container der AHA (AWG–Hammelmann).

Am Bad ist ein 20 Kubikmeter fassender Container mit heißem Wasser aufgestellt, der ungefähr im Zwei-bis-drei-Tagesrhythmus aufgefüllt wird. „Hier wird das Wasser entnommen, um im Becken Wasserverluste zum Beispiel durch Tropfwasser, auszugleichen“, erläutert Schwimmmeisterin Carola Heuckmann . Das wurde vorher mit kaltem Trinkwasser gemacht.

„Aus dem Thermocontainer kommt das warme Wasser, das mit dem kalten Trinkwasser auf angenehme Bade- und Duschtemperatur vermischt wird“, erklärt Markus Pahlenkemper , Geschäftsführer der AHA. Außerdem läuft Trinkwasser, das direkt aus dem Netz genommen wird, im Container durch einen Wärmetauscher und landet so vorgewärmt im Warmwasserboiler des Hallenbades.

Auch zum Spülen der Filteranlagen wird das Mischwasser genutzt. Damit wird die Heizungsanlage im Olympiabad entlastet. Das verlängert die Lebensdauer und spart viel Energie ein.

Doch wo entsteht diese eingesetzte Wärme? „Im Entsorgungszentrum am Westring entsteht diese so genannte Abwärme auch bei der Verstromung von Deponie- und Biogas in unseren Blockheizkraftwerken“, erklärt Thomas Grundmann, Geschäftsführer der AWG.

Für Ennigerlohs Bürgermeister Berthold Lülf ist das sehr erfreulich. Denn: „Kosten für die Stadt fallen lediglich für die verbrauchte Energie an, die gleichzeitig beim Erdgas eingespart werden“. Und die Aufstellung des Depotcontainers am Hallenbad übernimmt das Unternehmen AHA.

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