Ehrenamt
Senioren helfen Senioren

KREIS WARENDORF -

Der Wasserhahn tropft, das Fenster klemmt oder ein Brandmelder muss angebracht werden. Für Senioren sind solche Minireparaturen schon mit großem Aufwand verbunden. Oft fehlt auch das nötige Kleingeld für Werkzeug und Ersatzteile. Seit ein paar Jahren gibt es jedoch die „rettenden Engel“ der Initiative „Anti Rost Warendorf“. Die handwerklich versierten Frauen und Männer, selbst im Rentenalter, helfen dort, wo früher Familie, Bekannte oder Nachbarn zur Hand gingen. Völlig ehrenamtlich. Ihr Lohn sind die dankbaren Augen der Menschen in Not.

Dienstag, 04.10.2016, 15:10 Uhr

Anti-Rost kommt an: Die Ehrenamtlichen Hermann Hemkenweis, Wolfgang Schröder (Vorsitzender) und Christian Kattner verteilen Flyer an ihrem Info-Stand. Wilfried Mutz hilft Lucie Wichmann beim Austauschen der Glühbirnen (kleines Bild).
Anti-Rost kommt an: Die Ehrenamtlichen Hermann Hemkenweis, Wolfgang Schröder (Vorsitzender) und Christian Kattner verteilen Flyer an ihrem Info-Stand. Wilfried Mutz hilft Lucie Wichmann beim Austauschen der Glühbirnen (kleines Bild). Foto: Engelbert Hagemeyer/Daniela Geuer

Die Schublade lässt sich nicht mehr öffnen, die Fernbedienung ist falsch programmiert oder die Schranktür hängt - das sind typische Einsätze, zu denen die Ehrenamtlichen der Initiative Anti-Rost gerufen werden. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, älteren Menschen bei kleineren Reparaturen und haushaltsnahen Dienstleistungen zu helfen.

Seit dem Start vor mehr als zwei Jahren wächst Anti-Rost. Im ersten Jahr hatten die Ehrenamtlichen 80 Aufträge, 2015 waren es bereits 148 und in diesem Jahr sind es schon mehr als 240. “Unser Verein, der unter dem Motto ‘Senioren helfen Senioren’ arbeitet, ist inzwischen bekannter geworden und hat sich etabliert”, freut sich der Vereinsvorsitzende Wolfgang Schröder .

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Auch Wilfried Mutz macht bei Anti-Rost mit. Foto: Geuer

Um den Bekanntheitsgrad noch weiter zu steigern, sind Schröder und seine Mitstreiter seit einigen Wochen im gesamten Kreis unterwegs und machen Werbung für ihre Idee. “Wir haben mit dem Kaufmannschaften und den Kommunen zusammengearbeitet”, sagt Schröder und ergänzt: “Unser Ziel war es, mit den Senioren ins Gespräch zu kommen.” Das hat funktioniert, die Ehrenamtlichen haben ihren Info-Stand in 16 Städten und Gemeinden im Kreis aufgebaut und Dutzende Flyer verteilt.

Der Kontakt vor Ort hilft, Berührungsängste abzubauen. Denn auch wenn sie immer mehr Aufträge bekommen, es gibt weiterhin viele Ältere, die nicht gerne nach Unterstützung fragen, haben die Ehrenamtlichen festgestellt. “Da brennt dann im Kronleuchter nur noch eine von fünf Glühbirnen”, sagt Christian Kattner , der für den Verein im Bereich Ahlen unterwegs ist und dort mehrmals im Monat Leuchtmittel tauscht oder tropfende Wasserhähne repariert. Durch die Info-Tour soll die Hemmschwelle sinken, die Ehrenamtlichen zu engagieren.

Viele Kunden erzählen während der Arbeiten von ihren Sorgen und Problemen. Für die Ehrenamtlichen gehört das dazu. Ihnen ist das Zwischenmenschliche genauso wichtig wie ihre Arbeit. “Bei unseren Einsätzen gehört ein Plausch immer dazu”, sagt Christian Kattner. Jeder Einsatz von Anti-Rost wird pauschal mit fünf Euro vergütet, aber nicht jeden Auftrag nehmen sie an. “Wir helfen schnell und zuverlässig, aber wir sind keine Konkurrenz für die Handwerker vor Ort”, betont Wolfgang Schröder.

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Termine können abgesprochen werden unter ✆ 0 25 84/20 30 02 (Montag bis Freitag: 10 bis 15 Uhr. Nächster Info-Termin: 31.Oktober 9 bis 12.30 Uhr in Beelen. Infos:       www.anti-rost-kreis-warendorf.de

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