Kulturausschuss des Kreises
Verjüngungskur für Nottbeck

Kreis Warendorf -

Das Museum für Westfälische Literatur soll eine Auffrischungskur erhalten.

Samstag, 03.12.2016, 10:12 Uhr

Leicht verblasst und in Teilen nicht mehr auf dem neuesten Stand ist die Dauerausstellung im Museum für Westfälische Literatur in Stromberg, die eine Auffrischung erhalten soll.
Leicht verblasst und in Teilen nicht mehr auf dem neuesten Stand ist die Dauerausstellung im Museum für Westfälische Literatur in Stromberg, die eine Auffrischung erhalten soll. Foto: Bogdanski

Darin waren sich die Mitglieder des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport beim Kreis, der am Donnerstag auf dem Kulturgut Nottbeck in Oelde-Stromberg tagte, einig. Unterschiedliche Meinungen gab es lediglich darüber, wie die mit 303  450 Euro bezifferte Maßnahme zu finanzieren sei.

Nach der Eröffnung des Museums im Jahr 2001 weist die Dauerausstellung einige Mängel auf. Besonders schmerzlich aus Sicht des wissenschaftlichen Museumsleiters, Prof. Walter Gödden , ist, dass einige der vorgestellten Schriftsteller inzwischen verstorben sind, während andere wie Fritz Eckenga oder Christoph Wenzel noch gar nicht auftauchen.

Das von dem Büro des amerikanischen Designers Robert Ward in Münster vorgelegte Konzept, der die Urheberrechte an der ursprünglichen Einrichtung besitzt, sieht einen „behutsamen Relaunch“ vor. Zentraler Bestandteil der Neukonzeption ist eine neue zentrale Zeit- und Präsentationsleiste mit einer unterschiedlichen Farbskalierung, die den Vorteil bietet, dass Texte und Bildmotive ohne großen Aufwand ausgetauscht werden können. Auch die gesamte Beleuchtung ist „in die Jahre gekommen“ und soll durch LED-Technik ersetzt werden.

Die Förderzusage des LWL setzt uns unter Zugzwang.

Dr. Heinz Börger

Nach der Anmeldung des Projektes beim Landschaftsverband hatte der Kreis noch nicht mit einer Förderungszusage gerechnet. Weil Arnsberg bereits bewilligte Mittel nicht in Anspruch, kommt jetzt überraschend das Museum zum Zuge. „Die Förderzusage des LWL setzt uns unter Zugzwang“, erläuterte Kreisdirektor Dr Heinz Börger . Denn zu den 91 000 Euro vom LWL muss der Kreis mindestens 100 000 Euro an Eigenmitteln beisteuern. Der Restbetrag soll über Drittmittel aufgebracht werden.

Die Grünen hatten dazu beantragt, auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen. Birgit Harrendorf-Vorländer (SPD) und Pia Hermanns (Piraten) schlugen vor, die Einnahmesituation des Museums GmbH zum Beispiel durch die Steigerung privater Übernachtungen auf dem Kulturgut zu verbessern.

Mit ihrem Vorstoß, dass die Museen untereinander solidarisch sein sollten, stieß Silvia Hillebrand (FWG) allerdings auf wenig Gegenliebe. „Wir sollten die Museen nicht untereinander ausspielen“, formulierte Theresia Gerwink (CDU) stellvertretend für die anderen Fraktionen. Die FWG hatte vorgeschlagen, den Ankaufsetat des Museums Abtei Liesborn um 10 000 Euro auf 10 000 Euro zu kürzen. Börger will dem am Dienstag tagenden Finanzausschuss einen Finanzierungsvorschlag unterbreiten.

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