WLE-Reaktivierung wirft viele Fragen auf
Informationsveranstaltung in Albersloh traf auf sehr großes Interesse in der Bürgerschaft

Albersloh -

Das Interesse war riesig. Die geplante Reaktivierung der WLE, die die Orte Sendenhorst und Albersloh in Sachen Personenbeförderung auch wieder über die Schiene mit Münster verbinden könnte, wirft viele Fragen auf. Diese zu beantworten bemühten sich die Fachleute, die auf Einladung des CDU-Stadtverbandes Sendenhorst-Albersloh am Montagabend nach Albersloh gekommen waren.

Dienstag, 07.02.2017, 15:02 Uhr

Viele Infos zur möglichen Reaktivierung der WLE  hatten Berthold Streffing, Heinrich Möller, Johann Ubben, Michael Geuckler, Michael Küppels, Henning Rehbaum, Stefan Knoll und Sebastian Sievers (v.l.) für eine Informationsveranstaltung in Albersloh zusammengetragen.
Viele Infos zur möglichen Reaktivierung der WLE  hatten Berthold Streffing, Heinrich Möller, Johann Ubben, Michael Geuckler, Michael Küppels, Henning Rehbaum, Stefan Knoll und Sebastian Sievers (v.l.) für eine Informationsveranstaltung in Albersloh zusammengetragen. Foto: Husmann

Michael Geu­ckler, Johann Ubben , Heinrich Möller und Carsten Rehers als Experten aus den Bereichen Bahn, Bus und Kreisverwaltung hatten dabei viele Informationen zum Planungsstand parat. Demnach solle der Oberbau der Trasse auf 22 Kilometer von Sendenhorst über Albersloh , Wolbeck, Angelmodde, Gremmendorf nach Münster erneuert und mit vier Haltepunkten und drei barrierefreien Bahnhöfe versehen werden. Von aktuell 52 Bahnübergängen sollen 29 für den übrigen Verkehr geschlossen werden. Das bedinge den Bau sogenannter bahnparalleler Seitenwege mit einer Länge von insgesamt etwa 3627 Metern für die Ortsteile Sendenhorst und Albersloh, erfuhren die Anwesenden.

Derzeit werde ein Gutachten zum Thema Schall- und Erschütterungsschutz erstellt. Auch über die Auswirkungen auf die von der RVM angebotenen Busverbindungen wurde gesprochen. Dass die Linie R32 im Falle einer Reaktivierung gestrichen wird, machte Heinrich Möller von der RVM deutlich. Als frühestmöglichen Baubeginn stellte Johann Ubben, Bereichsleiter der WLE, das Jahr 2020 in den Raum.

Am Ende einer konstruktiven Diskussion, in der es Zustimmung aber auch Kritik gab, wies Henning Rehbaum noch einmal auf die Chancen hin, die die Reaktivierung der WLE mit sich brächten – auch in finanzieller Hinsicht, denn das Land habe derzeit mit weit über einer Milliarde Euro, die zweckgebunden für den Schienenverkehr eingesetzt werden müssten, neue Möglichkeiten. Rehbaums Fazit: „Ich habe heute für mich mitgenommen, dass wir uns mit den Betroffenen weiter auseinander setzten müssen – Dialog ist wichtig.“

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