Oldtimer-Kult
Mit dem Käfer zum Beckenrand

Oelde -

Der VW Käfer ist ein rollendes kollektives Gedächtnis an Zeiten, in denen Autos noch wie Autos aussahen und es noch entspannte Fahrgefühle gab. Apropos: Käfer und Chillen war an Pfingstsamstag auch in Stromberg die Devise. Mitten im Freibad!

Dienstag, 06.06.2017, 15:06 Uhr

Käfer kamen in allen Facetten nach Stromberg.
Käfer kamen in allen Facetten nach Stromberg. Foto: Reinhard Baldauf

Der beste Platz war am Samstag vor Pfingsten im Freibad im Gaßbachtal in Oelde-Stromberg eindeutig direkt am Pool. Der war an diesem Tag für die vierrädrigen Käfer reserviert, die sich dort in größerer Zahl zum alljährlichen Treffen der „Käfer Freunde Oelde“ eingefunden hatten.

„Wir haben mit dem Freibad ein adäquaten Ersatz gefunden“, freute sich Michael Hilmer , nachdem das Freigelände an der Pott´s Brauerei wegen Bauvorbereitungen nicht mehr zur Verfügung stand. Statt des bisherigen Mottos „Bug´s Beer´n Beacon“ hatten die Organisatoren das Treffen kurzerhand auf „Bug´s Beer & Badeanstalt“ umgetauft.

Allerdings spielte das Wetter nicht ganz so mit, wie sich das Michael Hilmer und sein Bruder Andreas, Präsident der „Käfer-Freunde“, wünschten, denn die nachmittäglichen Regenwolken veranlassten so manchen Cabrio-Fahrer, seine Zelte auf dem großen Freigelände abzubrechen und das Treffen vorzeitig zu verlassen.

Trotzdem waren es an die 100 Käfer-Freunde mit ihren luftgekühlten Lieblingen und meist größerem familiärem Anhang, die sich zum Teil auch von weither, wie Berlin und Belgien, auf den Weg nach Stromberg gemacht hatten.

Neben den Käfern aus der Wolfsburger oder Emdener Autoschmiede mischten sich auch andere Fabrikate unter die Oldtimer wie der Typ 1 Bulli, „weil die sonst nirgendwo richtig dazugehören“, wie Michael Hilmer mitfühlend meinte. Und sogar einen VW-Transporter hatte es nach Oelde verschlagen. Hilmer selbst hat seinen ersten Käfer übrigens mit 16 Jahren gekauft und nach und nach aufgemotzt.

Dem VW von Bruder Andreas fehlt noch das große H auf dem Kennzeichen, das für historisch-steht, ist sein Käfer doch nur von 1993. Damals wurden die Käfer noch in Mexiko und Brasilien produziert, und so ist sein Käfer ein re-importierter Mexikaner. Auch einen Portsche 914, der als „Volksporsche“ bespöttelt wurde, und die legendären VW-Buggys, eine Variante der bei den Hippies beliebten Kit Cars, befand sich unter den Auto-Gästen.

Nicht wenige Besucher hatten sich aufs Campieren eingestellt und Zelt oder Wohnwagen im Gepäck. Oder kamen gleich im Camping-Bulli. Mit einer starken Fraktion vertreten waren die Freunde vom „Käferclub Gütersloh“, die das Treffen zum Familienausflug nutzten und wie etliche andere bei schweißtreibender Schwüle ins kühle Nass sprangen.

Mit flotter Live-Musik sorgten die „Deaf Chixx“ am Abend für Abwechslung. Der Erlös aus dem Käfertreffen geht an den Förderverein des Freibads.

Michael und Andreas Hilmer von den Käfer-Freunden-Oelde.

Michael und Andreas Hilmer von den Käfer-Freunden-Oelde. Foto: Reinhard Baldauf

Farbig sind die Käfer. Und auch mancher Porsche kam vorbei.

Farbig sind die Käfer. Und auch mancher Porsche kam vorbei. Foto: Reinhard Baldauf

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