Lohmann und Scheiwe
Handwerk zeigt sich mit neuen Gesichtern

Kreis Warendorf -

In den Handwerksgremien sind die beiden alte Hasen. Dennoch geben Heinz-Bernd Lohmann und Thomas Scheiwe dem Handwerk seit kurzem ein neues Gesicht.

Mittwoch, 30.08.2017, 15:08 Uhr

Den Herausforderungen im Handwerk stellen sich Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann (l.) und sein Stellvertreter Thomas Scheiwe.
Den Herausforderungen im Handwerk stellen sich Kreishandwerksmeister Heinz-Bernd Lohmann (l.) und sein Stellvertreter Thomas Scheiwe. Foto: Kreishandwerkerschaft

In den Handwerksgremien sind die beiden alte Hasen. So übernehmen Heinz-Bernd Lohmann (52) aus Everswinkel und Thomas Scheiwe (54) aus Warendorf seit Jahren im Tischler- beziehungsweise Dachdecker-Handwerk Verantwortung als Obermeister. Dennoch geben sie dem Handwerk seit kurzem ein neues Gesicht: Seit Ende Juni ist Lohmann neuer Kreishandwerksmeister. Er hat die Nachfolge von Erika Wahlbrink angetreten.

Schwerpunktmäßig im Warendorf steht ihm Thomas Scheiwe als Stellvertreter zur Seite, im Kreis Steinfurt ist es Thomas Bäumer, Obermeister der dortigen Kfz-Innung. „Als Handwerksorganisation müssen wir wahrgenommen werden“, nennt Lohmann die Herausforderung der Zeit.

„Als Kreishandwerkerschaft können wir die Betriebe und Innungen unterstützen. Wir können unseren Einfluss auf die Politik geltend machen und uns zum Beispiel für eine gleich-wertige finanzielle Ausstattung von beruflicher und schulischer Bildung oder dem Abbau von Reglementierungen stark machen.“ Dem Ehrenamt komme dabei eine Schlüsselfunktion zu. Dennoch sei die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der hauptamtlichen Verwaltung unerlässlich. „Am Besten läuft so ein Laden, wenn man gut zusammenarbeitet“, sagt Lohmann. Und attestiert der hauptamtlichen Führungsriege der Kreishandwerkerschaft sogleich beste Qualität.

Dass sich eine Mitgliedschaft in einer Handwerksinnung auch im 21. Jahrhundert für die Betriebe lohnt, davon sind Scheiwe und Lohmann überzeugt. „Die Anforderungen an die Unternehmen sind unheimlich hoch. Es gibt unzählige Vorschriften und rechtliche Rahmenbedingungen“, erklärt Scheiwe.

Die Innungen informieren über Neuerungen, helfen den Betrieben, den Überblick zu behalten und unterstützen sie in rechtlichen und tariflichen Angelegenheiten. „Insgesamt sind wir mit dem Organisationsgrad der Handwerksbetriebe zufrieden“, so Lohmann. „Aber es ist wichtig, dass wir zum Beispiel bei Betriebsübergaben auch die nachfolgende Generation von der Bedeutung der Innungsarbeit überzeugen.“

Bei der Nachwuchswerbung sieht der Kreishandwerksmeister die Betriebe in der Pflicht. „Als KH können wir nur die Rahmenbedingungen schaffen. Die Betriebe können aber zum Beispiel in die Schulen gehen und ihre Arbeit vorstellen, denn das persönliche Kennenlernen ist entscheidend.“

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