Molkereien sollen Bonus zahlen
„Milchpreis nicht wieder kaputt melken“

Kreis Warendorf -

Die Milchpreise waren gerade wieder in die Höhe gegangen, da droht jetzt die nächste Milchpreis-Krise.

Donnerstag, 14.12.2017, 14:12 Uhr

Um die Verluste der letzten Jahre auszugleichen, liefern viele Landwirte derzeit besonders viel Milch. Dadurch droht die Gefahr einer neuen Milchpreiskrise.
Um die Verluste der letzten Jahre auszugleichen, liefern viele Landwirte derzeit besonders viel Milch. Dadurch droht die Gefahr einer neuen Milchpreiskrise. Foto: Arno Burgi/dpa

Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hin. Denn schon wieder wird zu viel Milch produziert.

Auch Tobias Schwakenberg , Kreissprecher des Verbandes deutscher Milchviehhalter, sorgt sich, dass die Überproduktion den aktuell noch guten Milchpreis wieder abstürzen lässt. „Wir müssen schleunigst auf die Bremse treten, sonst melken wir uns den derzeit noch relativ guten Milchpreis kaputt.“

Viele Bauern versuchten, die finanziellen Verluste der letzten Jahre durch höhere Mengen zu kompensieren. Eine Lösung sieht Schwakenberg im Vorgehen der niederländischen Molkerei Friesland Campina. Sie zahlt den Landwirten Boni für nicht gelieferte Milch. Dieses Beispiel sollte Schule machen, meint der AbL-Sprecher und fordert in diesem Zusammenhang das Deutsche Milchkontor (DMK) auf, ebenfalls diesen Weg zu gehen und für die Verringerung der Milchmengen einen befristeten Bonus zu zahlen.

Zuletzt hatte DMK-Chef Ingo Müller angekündigt, dass die Milchpreise für die Bauern im kommenden Jahr wieder deutlich fallen würden.

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