Berufswelt
Jobsucher und Chefs daten sich

KREIS WARENDORF -

Wie kommen Chef und künftige Mitarbeiter zusammen? Per Bewerbungsgespräch, o.k., das ist oldschool/altmodisch. 2018 kommen sie zeitgemäß per Date „zusammen“. Dabei geht es nicht um Amors Pfeile, sondern um den beruflichen Erfolg.

Dienstag, 09.01.2018, 12:01 Uhr

Austausch: Vertreter der Unternehmen Freuco, Freuco, Piepenbrock, Rohe und Quix waren zu Gast im Berufsinformationszentrum in Münster: Veronika Steiner (Freuco); Maximilian Proske (Pipenbrock Dienstleistungen); Heide Demuth (Freuco); Marina Lorenz, und Kerstin Fibe (beide: Quix Nettesheim); Tanja Rohe-Towara und Snjezana Ekic (beide: Rohe).
Austausch: Vertreter der Unternehmen Freuco, Freuco, Piepenbrock, Rohe und Quix waren zu Gast im Berufsinformationszentrum in Münster: Veronika Steiner (Freuco); Maximilian Proske (Pipenbrock Dienstleistungen); Heide Demuth (Freuco); Marina Lorenz, und Kerstin Fibe (beide: Quix Nettesheim); Tanja Rohe-Towara und Snjezana Ekic (beide: Rohe). Foto: Agentur für Arbeit

Das Prinzip des Speed-Dating ist schnell erklärt: Zwei bis dahin fremde Personen lernen sich kurz kennen – und wenn die Chemie passt, kann so ein ausführlicheres Gespräch entstehen. Genau so war auch das Arbeitgeber-Speed-Dating im Berufsinformationszentrum (BiZ) in Münster ausgelegt. Unternehmen aus dem Bereich der Gebäudereinigung und potenzielle neue Mitarbeiter konnten sich kennenlernen und erste Bewerbungsgespräche führen.

Organisiert hatte das Date zwischen vier Betrieben und Bewerbern die Agentur für Arbeit Ahlen-Münster. Die Unternehmen Freuco, Piepenbrock, Rohe und Quix präsentierten sich zunächst jeweils mit einer kurzen Vorstellung vor den Interessenten. Dabei standen besonders die Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten im Vordergrund. „Wer motiviert und zuverlässig ist, kann in der Gebäudereinigung eine Beschäftigungsperspektive finden“, fasst Klaus Vienerius vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster zusammen. „Die Branche bietet Ausbildungs- und Entwicklungschancen, auch für Quereinsteiger. Um beispielsweise Objektleiter oder Bereichsleiter zu werden, sind nicht gute Schulnoten ausschlaggebend, sondern Motivation und persönliche Eignung. Wer bereit ist, etwas zu leisten, kann sich weiter qualifizieren. Zudem wird ein Branchentarif gezahlt, der deutlich über dem Mindestlohn liegt.“

Wie vielfältig und unterschiedlich die Tätigkeiten und Einsatzfelder innerhalb der Branche sind, verdeutlichten die Arbeitgeber. So werden Büroräume in der Regel früh am Morgen oder spät am Abend gereinigt, was besonders für Teilzeitkräfte interessant sein kann. In Krankenhäusern herrschen hingegen spezielle Hygiene-Standards, während Glasreiniger kein Problem mit hohen Gebäuden haben sollten.

Nach der Vorstellung der Arbeitgeber begann dann das eigentliche Speed-Dating. „Bewerber können unkompliziert mit einem oder auch mehreren potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch kommen“, so Vienerius.

Dabei geht es durchaus informeller und etwas lebhafter zu, als in einem klassischen Vorstellungsgespräch. Erste Bewerbungsunterlagen werden abgegeben und weitere Termine vereinbart.

„Genau darum geht es“, fasst Vienerius zusammen. „Der erste Kontakt ist geknüpft, nun können Unternehmen und Bewerber individuell entscheiden, wie es weiter gehen soll. Denn gute Mitarbeiter und Fachkräfte werden in der Reinigungsbranche gesucht.“

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