Miteinander reden – gesund bleiben
Neue Selbsthilfegruppe in russischer Sprache / Erstes Treffen am 13. Januar in Warendorf

KREIS WARENDORF -

Auch der Kreis Warendorf wird bunter – an Menschen aus verschiedenen Nationen und Kulturen. Rund 600 Russen haben hier eine neue Heimat gefunden. Damit ihre Integration besser gelingt, wird jetzt kreisweit eine Selbsthilfe-Kontaktstelle eingerichtet. In russischer Sprache.

Dienstag, 09.01.2018, 16:01 Uhr

Freuen sich auf russische Neubürger: Irina Kholyavitskaya (Vorstandsmitglied Verein „Neue Zeiten“), Tatjana Derksen (Gruppengründerin) und Christiane Vollmer (Selbsthilfe-Kontaktstelle).
Freuen sich auf russische Neubürger: Irina Kholyavitskaya (Vorstandsmitglied Verein „Neue Zeiten“), Tatjana Derksen (Gruppengründerin) und Christiane Vollmer (Selbsthilfe-Kontaktstelle). Foto: Paritätische

Rund 546 Menschen aus der russische Förderation lebten 2016 im Kreis Warendorf. Tendenz steigend. 2008 waren es noch 444. Eine von ihnen ist Tatjana Derksen .

Im Dezember 1990 kam sie mit ihrer Familie aus Kasachstan nach Deutschland. Schon lange engagiert sie sich ehrenamtlich im Verein „Neue Zeiten“ für russische Migranten. Vielfalt ist eine Stärke. Vom orientalischen Tanz bis zur Begleitung Demenzkranker hat Tatjana Derksen schon viele Themen angeboten – zum Teil mit Kooperationspartnern.

Jetzt möchte sie mit Unterstützung der Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf eine Selbsthilfegruppe in russischer Sprache gründen. „Es gibt immer noch Spätaussiedler der ersten Generation, die Probleme mit der deutschen Sprache haben“, sagt sie. Diesen Menschen fehlen die sozialen Rollen, die sie von zu Hause traditionell kennen. Einsamkeit ist wiederum keine gute Voraussetzung, seelisch und körperlich gesund zu bleiben. Und für die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe in deutscher Sprache gibt es nicht nur sprachliche, sondern oft auch kulturelle Barrieren.

In einer Selbsthilfegruppe in russischer Sprache gibt es dagegen die Möglichkeit vertrauensvoll miteinander sprechen zu können, um in Gesprächen gegenseitige Unterstützung zu finden, um eigene Probleme, wie zum Beispiel Einsamkeit/Heimweh, Sprache und Ängste besser bewältigen zu können.

Genau an dieser Stelle möchte Tatjana Derksen ansetzen. Zunächst einmal im Monat bietet sie einen Gesprächskreis an, in dem Russisch gesprochen werden soll. Treffpunkt des Kreises wird das DRK-Haus in Warendorf an der Südstraße 10. Los geht es am Samstag, 13. Januar, um 18 Uhr.

Bei einer Tasse Tee steht zunächst das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund. Welche Themen im weiteren Verlauf zur Sprache kommen sollen, hängt von den Wünschen der Teilnehmenden ab. Der Einladungstext für die Gruppe kann unter www.selbsthilfe-warendorf.de in russischer Sprache aufgerufen werden.

Zum Thema

Interessenten werden gebeten, sich vor dem ersten Treffen anzumelden bei Tatjana Derksen unter ' 0 25 81 / 23 85, oder bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle: ' 0 25  81 / 46 799 88; Email: selbsthilfe-warendorf@paritaet-nrw.org.

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