Ehrenamtliche Vormünder gesucht
Fürsorge für junge Menschen

KREIS WARENDORF -

Man braucht weder Ausbildung noch rechtliche Vorkenntnisse. Der Kinderschutzbund sucht Menschen, die ehrenamtlicher Vormund von Kindern und Jugendlichen werden wollen, deren Eltern ihr Sorgerecht nicht wahrnehmen können.

Mittwoch, 10.01.2018, 16:01 Uhr

Über die ehrenamtliche Vormundschaft informiert Silke Reitkamp vom Kinderschutzbund im Kreis Warendorf.
Über die ehrenamtliche Vormundschaft informiert Silke Reitkamp vom Kinderschutzbund im Kreis Warendorf. Foto: Ingrid Marquardt

Wenn Kinder und Jugendliche im Heim oder in Pflegefamilien leben, weil sie Waisen sind, weil ihren Eltern das Sorgerecht entzogen worden ist oder weil sie aus anderen Ländern alleine nach Deutschland gekommen sind, dann brauchen sie einen Vormund, der ihre Interessen vertritt. Seit Jahren ist der Kreis Warendorf aktiv, um ehrenamtliche Vormünder für junge Menschen zu gewinnen. Sie sichern die rechtliche Vertretung von Kindern und Jugendlichen.

Der Deutsche Kinderschutzbund im Kreis sucht daher Menschen, die sich die Übernahme einer ehrenamtlichen Vormundschaft für Kinder und Jugendliche vorstellen können.

Was viele nicht wissen: Für die Übernahme einer Vormundschaft bedarf es keiner Ausbildung oder rechtlicher Vorkenntnisse. Der Kinderschutzbund sucht Menschen, die sich vorstellen können, Kinder und Jugendliche, deren Eltern aus vielfältigen Gründen ihrem Sorgerecht nicht oder nur in Teilen nachkommen können, zu begleiten.

Eine Vormundschaft betrifft die gesundheitliche Fürsorge, das Recht auf Antrag zur Hilfe zur Erziehung, finanzielle Fürsorge und vieles mehr. Die Kinder und Jugendlichen leben größtenteils nicht in ihrer Herkunftsfamilie. Der Vormund übernimmt, so der Kinderschutzbund in einer Pressemitteilung, eine besonders spannende und verantwortungsvolle Aufgabe. Darüber hinaus erhalten die Ehrenamtlichen die Möglichkeit, die Lebenswelt junger Menschen zu begleiten und mitzugestalten.

Das Ziel der ehrenamtlichen Vormünder ist es, die Kinder und Jugendlichen darin zu unterstützen, ihre eigenen Ziele zu erreichen. Aus einer vertrauensvollen Beziehung heraus können sich so wichtige Perspektiven für die Zukunft der jungen Leute entwickeln, die sie erfolgreich auf die eigenen Beine stellen können. So können Vormünder Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz begleiten.

Der Kinderschutzbund bietet hierzu eine Schulung und weitere Begleitung der Ehrenamtlichen an. Das übernehmen die Vereinsvormünder Silke Reitkamp und Maren Konheisner.

Wer jetzt neugierig geworden ist und sich vorstellen kann, als ehrenamtlicher Vormund jungen Menschen zu helfen: Interessenten lädt der Kinderschutzbund zu einem Informationsabend am 24. Januar um 19 Uhr in seine Räume in Ahlen am Bahnhofsplatz 1 ein.  

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