Museum Abtei Liesborn eröffnet Ausstellung
Das ewige Spiel zwischen Liebesbegehren und Tod

Liesborn -

Norbert Bisky, Jonathan Meese, Daniel Richter oder die polnische Documenta-Teilnehmerin Sofia Kulik: Die Liste der ausstellenden Künstler, die ab Sonntag, 5. Mai, das Museum Abtei Liesborn bevölkern, liest sich wie ein „Who ist who“ im Kunstbetrieb.

Freitag, 04.05.2018, 15:38 Uhr aktualisiert: 08.05.2018, 11:58 Uhr
In dem Ölbild „Action painting“ inszeniert sich der Leipziger Norbert Bisky selbst als junger Künstler mit dem idealisierten Körper eines jungen Mannes.
In dem Ölbild „Action painting“ inszeniert sich der Leipziger Norbert Bisky selbst als junger Künstler mit dem idealisierten Körper eines jungen Mannes. Foto: Dierk Hartleb

Doch dem Sammler Dr. Thomas Rusche aus Oelde, der die Ausstellung mit dem Titel „Eros und Thanatos“ zur Verfügung gestellt hat, geht es nicht um Prominenz, sondern um die künstlerische Bearbeitung eines Themas, das die Kunst seit Jahrhunderten beschäftigt.

Eros ist in der griechischen Mythologie der Gott der begehrenden Liebe; Thanatos, sein großer Gegenspieler, der Gott des Todes. Es ist der Antagonismus von sinnlichem Begehren und Sexualtrieb und Todestrieb auf der anderen Seite. Unter den 50 Künstlern aus Europa mit Schwerpunkt Deutschland, Afrika und USA befinden sich 13 Frauen, wie Dr. Jutta Desel, stellvertretende Museumsleiterin, bei der Vorbesichtigung feststellte. Auffällig ist, dass die Künstlerinnen mit dem Thema Sexualität sehr offen umgehen.

„Wir beschreiten mit der sechsmonatigen Ausstellungsdauer neue Wege“, erklärte Museumsleiterin Dr. Elisabeth Schwarm und wies zur Begründung auf die Vorbereitungen für den Umbau für die Präsentation des Evangeliars und die damit verbundene Umgestaltung der Sammlung hin.

Schwarm kündigte weiterhin an, dass das Museum den bisherigen Ausstellungszyklus von sechs Wochen nicht beibehalten werde. Liesborn ist erst die zweite Station der Ausstellung, die erstmals 2012 in der Leipziger Baumwollspinnerei gezeigt wurde. Zur Eröffnung um 15 Uhr haben sich der frühere Direktor des Museums der Bildenden Künste Leipzig, Dr. Hans-Werner Schmidt, und der Sammler angesagt,

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